# Glaukom

Quellseite: https://www.kudretgozistanbul.com/de/behandlungen/glaukom

**Autor:** Opr. Dr. Osman Şenbilgin | **Medizinische Prüfung:** Op. Dr. Deniz Oygar Baylançiçek | **Datum:** 2026-09-14

> **Zusammenfassung:** Das Glaukom (Grüner Star) ist eine Erkrankung des Sehnervs, die bis zur Erblindung führen kann; wichtigster Risikofaktor ist ein erhöhter Augeninnendruck, häufigste Form das Offenwinkelglaukom. Weil es lange kaum Beschwerden macht, sind regelmäßige Untersuchungen entscheidend; behandelt wird mit Tropfen, Laser oder Operation, darunter die minimalinvasive Glaukomchirurgie.

## Auf einen Blick
- **Operationsdauer:** 20-30 Minuten pro Auge
- **Erholungszeit:** zurück im Alltag nach einem Tag, vollständige Erholung nach 1-2 Wochen
- **Anästhesie:** Tropfanästhesie oder Lokalanästhesie (Glaukomoperation laut Text unter örtlicher Betäubung, außer bei Kindern)
- **Normaler Augendruck:** zwischen 10 und 21 mmHg; über 21 mmHg gilt als erhöht
- **Vorsorge:** ab dem 40. Lebensjahr jährliche Augenuntersuchung

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## Was ist ein Glaukom?
Im Auge wird ständig Flüssigkeit gebildet, die das Gewebe ernährt und über Kanäle in den Blutkreislauf abfließt. Sind diese verengt, verklebt oder verstopft, steigt der Augeninnendruck und schädigt mit der Zeit Sehnerv und Gewebe.
- **Offenwinkelglaukom:** häufigste Form, schleichender Verlauf; 85 bis 90 Prozent aller Glaukompatienten.
- **Akutes Winkelblockglaukom:** seltener; der Druck steigt plötzlich sehr hoch, mit starken Augen- und Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und stark geröteten Augen. Ein Notfall, behandelt chirurgisch (konventionell oder mit Laser). Gefährdete Patienten lassen sich im Voraus erkennen.
- **Sekundärglaukom:** selten; Druckanstieg infolge einer anderen Augenerkrankung (Katarakt, Trauma, Entzündung oder Blutung im Auge). Behandelt werden Druck und Grunderkrankung.

## Risikofaktoren und Verlauf
- Normaler Augendruck zwischen 10 und 21 mmHg; über 21 mmHg gilt er als erhöht, Betroffene sollten häufiger kontrolliert werden.
- Werte zwischen 25-40 mm Hg verlaufen meist ohne Beschwerden und werden zufällig entdeckt, manchmal mit Schmerzen und verschwommenem Sehen.
- Tritt meist über 40 Jahren auf, auch bei Säuglingen möglich; 2-3 von 100 Menschen über 40 haben Augendruck, 90 Prozent der Patienten sind über 40.
- Bei genetischer Veranlagung ist das Risiko zehnmal höher; in manchen Familien erblich.
- Häufiger bei hoher Myopie (über 5 Grad) und hoher Hyperopie (3 Grad und mehr).
- Laut FAQ erhöhen auch Alter, langfristige Einnahme von Steroiden und Augenverletzungen das Risiko.
- Kein Zusammenhang mit der Ernährung.
- Unbehandelt werden Menschen oder Autos, die sich von rechts oder links nähern, nicht mehr erkannt; bis zum vollständigen Verlust selbst der Lichtwahrnehmung kann es in 10-12 Jahren kommen, manchmal muss das Auge sogar entfernt werden.

## Diagnose
Ein hoher Druck allein reicht für die Diagnose nicht: Manche haben trotz niedrigem Druck einen Nervenschaden, andere trotz hohem Druck keinen. Das Offenwinkelglaukom wird meist bei einer Routinemessung entdeckt.
- Mehrfache Messung des Augeninnendrucks.
- Untersuchung des Sehnervs mit dem direkten Biomikroskop, bei Verdacht Fundusfotos.
- OCT (Optische Kohärenztomographie) und Nervenfaseranalyse (NFA): erkennen Schäden am Sehnerv und an den Nervenfasern auf mikroskopischer Ebene.
- Gesichtsfelduntersuchung: unverzichtbar, zeigt Ausfallbereiche wie eine Landkarte.
- Sehnerventopographie.

## Behandlung
Das Glaukom ist behandelbar, bei früher Diagnose leichter. Bei später Diagnose können Gesichtsfeldausfälle trotz Drucksenkung weitergehen, manchmal lässt sich das Auge auch mit maximaler Behandlung nicht retten. Tropfen regelmäßig anwenden und Kontrollen einhalten.
- **Medikamente:** zunächst ein Tropfen; reicht er nicht, ein zweiter, dann ein dritter oder andere Methoden. Anwendung einmal oder mehrmals täglich.
- **Laser (SLT):** als Ersttherapie oder zusätzlich zu Tropfen, auch bei unzureichendem Ansprechen auf Medikamente; senkt nicht zu hohe Werte auf ein normales Maß und ist geeignet, wenn Medikamente riskant sind. Wirkung meist 2-3 Jahre, danach kann der Druck wieder steigen.
- **Operation:** wenn andere Methoden den Druck nicht senken oder der Gesichtsfeldausfall anhält; unter örtlicher Betäubung, außer bei Kindern. Häufigste Operation ist die Trabekulektomie, ein großer Eingriff mit möglichen Komplikationen.

## Minimalinvasive Glaukomchirurgie
- Ziel: glaukombedingte Nervenschäden verhindern oder verringern; senkt den Augeninnendruck wirksam mit deutlich weniger Komplikationen als die Trabekulektomie.
- Örtliche Betäubung, keine Nähte im Auge, Dauer 20-30 Minuten.
- Allein oder zusammen mit einer Kataraktoperation möglich.
- Danach können viele Patienten ihre Glaukomtropfen absetzen, bei den übrigen lässt sich die Zahl meist verringern.

**Empfohlen für Patienten:**
- deren Druck trotz maximaler Medikation nicht auf ein sicheres Niveau sinkt,
- die Nebenwirkungen (Allergien usw.) durch Tropfen entwickeln,
- die keine Glaukomtropfen anwenden können.

### Nach der Operation
- Das Auge bleibt einen Tag verbunden.
- Nach einem Tag Rückkehr in den Alltag.
- Heiltropfen einen Monat lang verwenden.

## Preise
Es werden keine festen Preise genannt. Die Kosten hängen von der Ursache, den nötigen Untersuchungen und Messungen und der Operation ab; der Behandlungsplan variiert von Person zu Person.

## Über die Klinik
- Über 24 Jahre Erfahrung in der Augenheilkunde, drei Augenkliniken und ein allgemeines Krankenhaus, Hunderttausende Eingriffe.
- Weltweit führende Geräte für SMILE PRO, iLASIK und trifokale Linsen, jährlich erneuert.
- Jede Behandlung führt ein darauf spezialisierter Chirurg durch.
- Lebenslange Nachsorge: Kontrollen und bei Bedarf Nachbehandlung.

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## Häufig gestellte Fragen

**F: Wie wird ein Glaukom diagnostiziert?**
A: Durch Messung des Augeninnendrucks, Beurteilung des Sehnervs und Gesichtsfeldtests beim Augenarzt.

**F: Was sind die Ursachen?**
A: Das Glaukom ist eine fortschreitende Schädigung des Sehnervs; wichtigster Risikofaktor ist ein erhöhter Augeninnendruck, der entsteht, wenn das Kammerwasser schlecht abfließt. Genetische Faktoren, Alter, langfristige Einnahme von Steroiden und Augenverletzungen erhöhen das Risiko.

**F: Was passiert ohne Behandlung?**
A: Die Sehkraft geht mit der Zeit verloren, bis hin zur dauerhaften Erblindung.

**F: Warum ist die frühe Diagnose wichtig?**
A: Eine frühe Behandlung kann das Fortschreiten aufhalten oder verlangsamen und den Verlust des Sehvermögens verhindern.

## Quellen
- Glaucoma: diagnosis and management, NICE
- Glaucoma, NHS
- Understanding Glaucoma, AAO
