# Bringen Blaulichtfilter-Brillen etwas?

Quellseite: https://www.kudretgozistanbul.com/de/blog/augenkrankheiten/bringen-blaulichtfilter-brillen-etwas

**Autor:** Kudret Augen İstanbul | **Medizinische Prüfung:** Op. Dr. Mehmet Ali Özdil | **Datum:** 2026-09-05

> **Zusammenfassung:** Eine Blaulichtfilter-Brille filtert einen Teil des blauen Lichts von Bildschirmen, doch dass Bildschirmlicht den Augen schadet oder die Brille Augenerkrankungen vorbeugt, ist nicht belegt. Manche empfinden sie als angenehmer; gegen Augenermüdung helfen vor allem Pausen, bewusstes Blinzeln und korrigierte Sehwerte.

## Kurzinfos
- **Schaden durch Bildschirmlicht:** nicht nachgewiesen
- **Wirkung gegen Augenermüdung:** in Studien nicht spürbar belegt
- **Nötig:** nicht für alle, schadet aber nicht
- **Empfehlung:** 20-20-20-Regel, alle 20 Minuten für 20 Sekunden etwa 6 Meter weit blicken

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## Was ist blaues Licht?
Blaues Licht ist kurzwelliges, vergleichsweise energiereiches sichtbares Licht. Größte Quelle ist die Sonne; Telefone, Computer, Fernseher und LED-Beleuchtung geben im Vergleich zum Tageslicht nur sehr wenig ab. Eine dauerhafte Schädigung von Netzhaut oder Auge durch Bildschirmlicht wurde nicht nachgewiesen.

## Die Blaulichtfilter-Brille
- Gläser mit Beschichtung oder Tönung filtern einen Teil, nicht alles blaue Licht; wie viel, hängt vom Glas und Hersteller ab.
- Filtergläser können gelblich wirken oder spiegeln; je stärker die Tönung, desto stärker verändern sich die Farben.
- Ob und wie stark eine Brille filtert, lässt sich zu Hause nicht testen; Auskunft geben Herstellerangaben oder der Optiker.
- Sie beseitigt die Ursachen der Augenermüdung nicht.

## Digitale Augenbelastung
Beschwerden: Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen, Schwierigkeiten beim Scharfstellen, Lichtempfindlichkeit, trockene, gerötete und juckende Augen. Ursache ist meist nicht die Lichtfarbe, sondern seltenes Blinzeln und langes Scharfstellen in der Nähe; auch nicht korrigierte Sehwerte verstärken die Ermüdung. Halten die Beschwerden an, ist eine augenärztliche Untersuchung sinnvoll.

## Was wirklich hilft
- 20-20-20-Regel: alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf etwas etwa 6 Meter Entferntes blicken.
- Regelmäßige Bildschirmpausen und bewusstes Blinzeln.
- Bildschirm etwas unter Augenhöhe, etwa eine Armlänge entfernt, Helligkeit dem Raumlicht anpassen.
- Bei trockenen Augen ärztlich empfohlene künstliche Tränen.
- Sehwerte regelmäßig prüfen lassen.
- Abends Bildschirmzeit verkürzen und Nachtmodus nutzen, da viel Bildschirmzeit den Schlaf beeinträchtigen kann (neben dem Licht spielen auch Dauer und Inhalte eine Rolle); das ist einfacher als eine Filterbrille.
- Gegen Sonnenlicht eine Sonnenbrille mit UV-Schutz statt eines Blaulichtfilters.

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## Häufig gestellte Fragen

**F: Bringen Blaulichtfilter-Brillen wirklich etwas?**
A: Manche berichten von weniger Bildschirmermüdung und Kopfschmerzen, die wissenschaftlichen Belege sind jedoch begrenzt.

**F: Sind sie für die Augengesundheit unbedingt nötig?**
A: Nein, sie behandeln nichts und können für mehr Komfort getragen werden.

**F: Wirken sie auf den Schlaf?**
A: Bildschirmnutzung am Abend kann die Melatoninbildung verringern. Belege, dass ein Blaulichtfilter diese Wirkung abschwächt, sind begrenzt; die Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen zu verkürzen ist einfacher.

**F: Kann sie in jedem Alter getragen werden?**
A: Ja, bei Kindern sollte sie aber nach ärztlicher Empfehlung gewählt werden.

**F: Welche anderen Maßnahmen gibt es?**
A: Bildschirmhelligkeit verringern, Nachtmodus nutzen und die 20-20-20-Regel anwenden.
