# Symptome eines Netzhautrisses

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**Autor:** Kudret Augen İstanbul | **Medizinische Prüfung:** Op. Dr. Mehmet Ali Özdil | **Datum:** 2026-09-17

> **Zusammenfassung:** Ein Netzhautriss ist eine Öffnung in der Netzhaut, aus der sich unbehandelt eine Netzhautablösung mit bleibendem Sehverlust entwickeln kann. Typische Zeichen sind plötzliche Mouches volantes, Lichtblitze und Verdunkelungen, meist ohne Schmerzen. Der Beitrag erklärt Ursachen, Diagnose und Behandlungsverfahren.

## Auf einen Blick

- **Zeichen:** plötzliche Mouches volantes, Lichtblitze, Verdunkelung oder Vorhang im Blickfeld
- **Schmerzen:** meist keine
- **Hohes Risiko:** starke Kurzsichtigkeit ab 6 Dioptrien, höheres Alter
- **Behandlung:** so bald wie möglich
- **Laserbehandlung:** ambulant, Heimkehr am selben Tag

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## Ursachen

- Starke Kurzsichtigkeit ab 6 Dioptrien (dünnere Netzhaut)
- Altersbedingte Veränderung des gelartigen Glaskörpers
- Verletzungen oder Stöße am Auge
- Familiäre Veranlagung
- Frühere Operationen oder ernste Augenerkrankungen
- Schwächung des Netzhautgewebes durch bestimmte Erkrankungen
- Abnahme der Glaskörperflüssigkeit oder Zug daran
- Infektionen am Augapfel, angelegte Besonderheiten im Aufbau des Augapfels
- Manchmal ohne erkennbaren Grund

**Gefährdet sind:** stark Kurzsichtige, Menschen nach Verletzung, die Zeit nach einer Kataraktoperation, Menschen mit Gitterdegeneration, Menschen in höherem Alter; höheres Risiko auch bei Diabetes und familiärer Veranlagung.

## Diagnose

- Krankengeschichte: frühere Erkrankungen, Medikamente, Augenerkrankungen in der Familie, Beschwerden.
- Pupillenerweiternde Tropfen, dann Untersuchung mit Mikroskop und Linsen; bei Bedarf OCT oder B-Scan-Ultraschall.
- Auch bei regelmäßigen Kontrollen entdeckbar; vor Auftreten von Zeichen sehr schwer zu bemerken.

## Behandlung

Richtet sich nach dem Ausmaß des Schadens:
- **Argonlaser:** wenn nur ein Riss ohne Ablösung besteht; versiegelt die Stelle, ambulant mit Heimkehr am selben Tag; bringt bei Rissen ohne Ablösung meist gute Ergebnisse.
- **Kryopexie:** Ohne Ablösung und bei geeigneter Lage kann die Umgebung des Risses auch so verschlossen werden.
- **Vitrektomie:** wenn sich aus dem Riss eine Netzhautablösung entwickelt hat; der Glaskörper wird entfernt und durch Gas (SF6 oder C3F8) oder Silikonöl als Tamponade ersetzt, damit sich die Netzhaut wieder anlegt. Je nach Größe des Risses lassen sich zusätzlich Laser sowie Gas oder Silikontamponade einsetzen.
- **Eindellung der Sklera:** Silikonbänder werden außen unter der Bindehaut unter die Augenmuskeln gelegt; in ausgewählten Fällen wirksam.
- **Pneumatische Retinopexie:** bei geeigneter Lage Gas ins Auge, dann Laser oder Kryopexie.

### Nach der Behandlung
- Heilung je nach Verfahren; bei Gastamponade kann eine bestimmte Lage für eine Zeit nötig sein.
- Kontrollen nicht aussetzen; auch das zweite Auge regelmäßig kontrollieren.

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## Häufig gestellte Fragen

**F: Wie schnell sollte ein Netzhautriss behandelt werden?**
A: So bald wie möglich; eine Verzögerung kann bleibenden Sehverlust verursachen.

**F: Lässt sich ein Riss vorher bemerken?**
A: Kaum; er zeigt sich bei einer ausführlichen Untersuchung. Bei Lichtblitzen, schwarzen Punkten oder Sehveränderungen sofort ärztlichen Rat einholen.

**F: Wie lässt sich das Risiko senken?**
A: Risikogruppen regelmäßig kontrollieren lassen, Augen vor Stößen schützen, Diabetes und Bluthochdruck im Griff halten; bei Sport mit Stößen Schutzbrille tragen.

**F: Sind Netzhautriss und Netzhautablösung dasselbe?**
A: Nein; ein Riss ist eine Öffnung, unbehandelt kann sich daraus eine Ablösung entwickeln.

**F: Kann ein Netzhautriss zur Erblindung führen?**
A: Bei verzögerter Behandlung kann er zur Ablösung mit bleibendem Sehverlust fortschreiten; frühe Behandlung senkt dieses Risiko.

**F: Kann ein Riss wiederkehren oder das andere Auge betreffen?**
A: Ja, bei fortbestehenden Risikofaktoren können neue Risse entstehen, auch am anderen Auge; regelmäßige Kontrollen sind wichtig.

**F: Führt die Nutzung von Bildschirmen zu einem Riss?**
A: Unmittelbar nicht.
