# Was ist eine Gesichtsfelduntersuchung?

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**Autor:** Kudret Augen İstanbul | **Medizinische Prüfung:** Op. Dr. Mehmet Ali Özdil | **Datum:** 2026-09-16

> **Zusammenfassung:** Die Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie) misst, wie gut das periphere Sehen arbeitet, also was neben, über und unter dem betrachteten Punkt wahrgenommen wird. Sie ist schmerzfrei, braucht keine Vorbereitung und ist besonders wichtig, um ein Glaukom früh zu erkennen und zu beobachten.

## Auf einen Blick

- **Dauer:** in der Regel etwa zehn Minuten
- **Vorbereitung:** keine besondere
- **Schmerz und Betäubung:** schmerzfrei, keine Betäubung, keine Medikamente, kein Eingriff
- **Nebenwirkungen:** keine
- **Wichtigster Einsatz:** Früherkennung und Verlaufskontrolle des Glaukoms

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## Was wird gemessen?

- Wie empfindlich das Auge an verschiedenen Stellen des Gesichtsfelds ist
- Wie weit das Auge nach rechts, links, oben und unten wahrnimmt, während es geradeaus blickt

Die Mitte des Blickfelds wird am schärfsten gesehen; je weiter ein Gegenstand vom Zentrum entfernt ist, desto unschärfer wird er, bis er das Gesichtsfeld verlässt.

## Warum wird sie gemacht?

Menschen mit Glaukom glauben oft, gut zu sehen; die Untersuchung zeigt jedoch Lücken im peripheren Sehen. Sie gibt auch Hinweise auf Störungen im Sehsystem (Netzhaut, Sehnerv, Sehbereich des Gehirns); typische Ausfallmuster zeigen Erkrankung und Ausmaß. Sie wird in regelmäßigen Abständen wiederholt. Eingesetzt wird sie bei:

- Skotom (blinder Fleck)
- Glaukom (grüner Star)
- Makuladegeneration
- Morbus Basedow
- Erkrankungen der Hirnanhangdrüse
- Multipler Sklerose (MS)

## Verfahren

- **Fingerperimetrie:** Die untersuchende Person sitzt in etwa einem Meter Abstand gegenüber und bewegt Arme oder Hand; die untersuchte Person meldet, sobald sie die Bewegung bemerkt.
- **Amsler-Gitter:** Der Blick ruht auf dem Mittelpunkt eines Gitters; es wird geprüft, wo Linien verschwommen, gebrochen oder verzerrt erscheinen. Misst nur den mittleren Teil des Gesichtsfelds.
- **Statische Perimetrie:** Blick in ein schalenförmiges Gerät, bei jedem wahrgenommenen Lichtpunkt wird eine Taste gedrückt; verbreitete Geräte sind Octopus und Humphrey.
- **Kinetische Perimetrie:** Ein bewegtes Objekt wird gezeigt, und man gibt an, wann man es sieht; meist mit dem Goldmann-Verfahren.

Bei den Geräteverfahren bleibt der Kopf an derselben Stelle und der Blick auf einen zentralen Punkt gerichtet; Lichtpunkte erlauben eine genaue Beurteilung der Empfindlichkeit.
