
Symptome einer Lidentzündung
- Kudret Augen Istanbul
- Zuletzt aktualisiert:
- 4 Min. Lesezeit
- Medizinisch geprüft von Op. Dr. Mehmet Ali Özdil
- Trockene Augen
- Schwellung der Augen
- Ein brennendes Gefühl
- Verschwommenes Sehen
- Häufigeres Blinzeln als sonst
- Starkes Tränen des Auges
- Ausfallende Wimpern
- Fettige Lider
- Schwellungen am Wimpernansatz
- Starke Absonderungen
- Lichtempfindlichkeit
Was ist eine Lidentzündung?
Eine Lidentzündung heißt in der Fachsprache Blepharitis. Sie macht sich durch Schwellungen rund um das Auge und am Wimpernansatz bemerkbar. Diese sichtbaren Veränderungen werden mit zunehmender Entzündung deutlicher. Schwellung und Juckreiz am Auge sind dabei sehr häufig. Bei Menschen, die wegen Augenbeschwerden ärztlichen Rat suchen, wird diese Erkrankung häufig festgestellt. Schreitet die Entzündung fort, können bleibende Spuren oder Schäden an den Lidern zurückbleiben. Deshalb ist eine frühe Diagnose und Behandlung wichtig. Die Erkrankung kann nach der Heilung erneut auftreten. Betroffene sollten deshalb besonders auf ihre Augenhygiene achten. Sie entsteht meist durch äußere Einflüsse, und mangelnde Augenhygiene ist der wichtigste davon. Wird eine Lidentzündung früh erkannt und behandelt, bleiben keine Spuren oder Schäden am Lid zurück. Sobald Zeichen auftreten, sollte deshalb eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.Ursachen einer Lidentzündung
Die Ursachen einer Lidentzündung sind vielfältig. Für die Entstehung der Blepharitis muss nicht immer ein Auslöser vorliegen. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann sie ohne erkennbaren Anlass auftreten. Daneben gibt es weitere Ursachen. Sie lassen sich so zusammenfassen:- Mangelnde Hygiene beim Tragen von Kontaktlinsen
- Starker Aufenthalt in staubigen und schmutzigen Umgebungen
- Bestimmte Bakterien
- Seborrhoische Dermatitis
- Rosazea
- Trockene Augen
- Milben und Läuse an den Wimpern
- Verstopfte Talgdrüsen im Lid
- Kosmetikprodukte
Wie wird eine Lidentzündung festgestellt?
Die Feststellung und die Behandlung sind ein sehr wichtiger Schritt. Wer deswegen ärztlichen Rat sucht, wird zunächst ausführlich untersucht. Wichtig sind die eingenommenen Medikamente, der Gesundheitszustand und wie lange die Beschwerden bestehen. Anschließend wird der Zustand des Auges mit besonderen Geräten beurteilt. Bei Bedarf wird das Auge nach einer Betäubung mit weiteren Geräten genauer untersucht. Dabei kommen Geräte zum Einsatz, die eigens für Augenkliniken hergestellt werden: Lupen, Lichtquellen, Geräte zur Darstellung des hinteren Augenabschnitts und Instrumente, die eine genaue Betrachtung ermöglichen. In hartnäckigen Fällen kann eine Probe aus der Entzündung am Lid entnommen und untersucht werden. Damit wird bestimmt, ob Pilze, Allergene oder Bakterien die Ursache sind. Während der Untersuchung wird das Auge mit besonderen Lösungen gereinigt, und anschließend kann eine Probe des Tränenfilms zur Untersuchung gegeben werden. Damit wird die Ursache eindeutig bestimmt.
Behandlung einer Lidentzündung
Die Behandlung beginnt meist mit einer Beratung, denn mit Maßnahmen zu Hause lässt sich die Entzündung oft beseitigen. Zunächst sollte auf die eigene Hygiene geachtet werden. Bei fortgeschrittenen Entzündungen kommt eine medikamentöse Behandlung hinzu. Mit warmen Umschlägen wird die Entzündung am Lid verringert und verstopfte Talgdrüsen werden geöffnet. Ein weiteres Verfahren ist die Lidrandreinigung. Mit einem Shampoo, das in den Augen nicht brennt, und einem sterilen Wattestäbchen wird der entzündete Bereich vorsichtig massiert und gereinigt. So bleibt er sauber und die Entzündung klingt ab. Außerdem sollten die Augen nicht mit unsauberen Händen gerieben und die Hände stets sauber gehalten werden. Sind die Talgdrüsen am Lidrand verstopft und öffnen sie sich trotz warmer Umschläge nicht, kann ein kleiner Eingriff nötig sein. Damit die Entzündung nicht in das Innere des Auges oder in andere Bereiche übergreift, können Antibiotika eingesetzt werden. Bei Entzündungen, die nicht abklingen, kommen manchmal steroidhaltige Augentropfen zum Einsatz. Das hängt ganz vom Befund ab. Steroidhaltige Tropfen sollten nur unter ärztlicher Kontrolle und nur kurzzeitig angewendet werden, denn eine lange Anwendung kann den Druck im Auge erhöhen. Bei bestimmten Formen der Entzündung können ärztlich weitere Medikamente mit anderen Wirkstoffen verordnet werden. Damit lassen die Beschwerden nach, und die Heilung verläuft schneller. Geht die Lidentzündung auf eine andere Erkrankung zurück, wird zuerst diese behandelt. Danach wird ein Plan erstellt, damit die Beschwerden rasch abklingen. Bei Schwellung, Juckreiz und Rötung am Lid sollte ohne Aufschub eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden. Wird das nicht ernst genommen oder bleibt die Behandlung aus, kann die Entzündung stärker werden. Um bleibende Schäden zu vermeiden und die Augengesundheit zu schützen, sollte vorgesorgt werden. Was ist Makuladegeneration?Häufig gestellte Fragen
- 1
Ist eine Lidentzündung ansteckend?
Nein, eine Lidrandentzündung (Blepharitis) ist nicht ansteckend. - 2
Heilt eine Lidentzündung von selbst ab?
In leichten Fällen kann eine vorübergehende Besserung eintreten, meist sind jedoch Behandlung und Hygiene nötig. - 3
Ist eine Blepharitis chronisch?
Ja, sie kann wiederkehren. Deshalb sind regelmäßige Pflege und Kontrollen wichtig. - 4
Was sollten Kontaktlinsenträger tun?
Die Linsen sollten weggelassen und ärztlicher Rat eingeholt werden. Vor dem Abklingen der Entzündung sollten sie nicht wieder getragen werden. - 5
Wie reinigt man die Lidränder?
Nach einem lauwarmen Umschlag wird eine sanfte Massage am Wimpernansatz mit einem Babyshampoo, das in den Augen nicht brennt, oder mit speziellen Reinigungsmitteln empfohlen.



