
Welche Tests gehören zur Augenuntersuchung?
- Kudret Augen Istanbul
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- Medizinisch geprüft von Op. Dr. Mehmet Ali Özdil
Wie läuft eine Augenuntersuchung ab?
Eine Augenuntersuchung beginnt meist damit, dass die Sehschärfe gemessen wird. Das ist der bekannte einfache Test mit der Tafel, auf der Buchstaben oder Symbole stehen. Damit zeigt sich, ob Sie in der Ferne und in der Nähe scharf sehen. Brechungsfehler wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus treten so zutage. Brauchen Sie eine Brille oder Kontaktlinsen, wird in diesem Schritt die richtige Stärke bestimmt. Anschließend wird die Brillenstärke in den meisten Praxen mit einem besonderen Gerät automatisch gemessen. Es heißt Autorefraktometer. Sie blicken lediglich in das Gerät, und innerhalb weniger Sekunden werden die Brechungsfehler des Auges bestimmt. Diese Messung ist ein wichtiger Schritt, damit die Stärke Ihrer Brille genau festgelegt werden kann.Messung des Augeninnendrucks
Einer der wichtigsten Schritte ist die Messung des Augeninnendrucks. Das Glaukom schreitet meist ohne Beschwerden voran und schädigt den Sehnerv unwiederbringlich, wenn es nicht bemerkt wird. Deshalb ist diese Messung so wichtig. Manche Geräte messen den Druck mit einem leichten Luftstoß; die genauere Applanationsmethode misst ihn nach einem betäubenden Tropfen über eine leichte Berührung des Auges. Anschließend wird das Auge mit einem besonderen Mikroskop, der Spaltlampe, ausführlich untersucht. Dabei werden Lider, Hornhaut, Regenbogenhaut und Linse einzeln beurteilt. Ein beginnender Katarakt, Infektionen oder Kratzer auf der Hornhaut fallen dabei auf.
Untersuchung des Augenhintergrunds
Ein weiterer wichtiger Teil ist die Untersuchung des Augenhintergrunds. Dabei werden Tropfen in das Auge gegeben und die Pupille geweitet. Anschließend werden die Netzhaut, die Gefäße und der Sehnervenkopf im hinteren Abschnitt des Auges beurteilt. Schäden an der Netzhaut bei Diabetes, eine Makuladegeneration oder Risse in der Netzhaut lassen sich so erkennen. Diese Untersuchung dauert etwas, ist für die Augengesundheit jedoch sehr wichtig. Die dabei erhobenen Befunde weisen den Weg für die Behandlung. Durch die Tropfen kann das Sehen in der Nähe eine Weile verschwommen sein. Das vergeht meist innerhalb weniger Stunden.Test auf Farbenblindheit
Beim Erwerb eines Führerscheins oder für ein ärztliches Gutachten wird auch ein Test auf Farbenblindheit durchgeführt. Besonders bei Kindern und in bestimmten Berufen ist er wichtig. Dabei blicken Sie auf Karten mit Punkten in verschiedenen Farben und sollen die Zahlen oder Formen darauf erkennen. Wer farbenblind ist, kann sie nicht unterscheiden.Gesichtsfelduntersuchung
Die Gesichtsfelduntersuchung misst, wie gut außerhalb der Mitte gesehen wird. Dabei blicken Sie in ein Gerät und drücken eine Taste, sobald Sie am Rand ein Licht wahrnehmen. So wird gemessen, wie weit Ihr Auge zur Seite sieht. Besonders bei der Erkennung von Erkrankungen wie dem Glaukom spielt sie eine große Rolle, denn das Glaukom betrifft zuerst das seitliche Sehen, und Betroffene bemerken oft nicht, dass sie dort weniger sehen.Prüfung auf Schielen
Bei Kindern und bei Verdacht auf Schielen wird das Zusammenspiel der Augenmuskeln geprüft. Sie werden gebeten, in verschiedene Richtungen zu blicken, und es wird beurteilt, ob die Augen auf einer Linie stehen. Liegt eine Abweichung vor, erleichtert die frühe Erkennung die Behandlung.Messung der Hornhautdicke
Manchmal wird auch die Hornhautdicke gemessen, denn der Aufbau der Hornhaut kann das Ergebnis der Druckmessung beeinflussen. Auch für alle, die eine Laserbehandlung erwägen, ist die Messung der Hornhautdicke sehr wichtig. Bei dünner Hornhaut ist der Eingriff möglicherweise nicht geeignet. Mit einer Laserbehandlung lässt sich auf eine Brille verzichten. Bei Menschen, die Kontaktlinsen tragen oder tragen möchten, werden die Wölbung der Hornhaut und die Menge des Tränenfilms beurteilt. Damit zeigt sich, ob die Linse zum Auge passt. Eine falsch gewählte Linse kann zu Reizung, Stechen und Infektionen führen. Selten entsteht dadurch ein bleibender Schaden am Auge.Worauf bei den Untersuchungen zu achten ist
Eine Augenuntersuchung ist nichts, was man einmal macht und dann vergisst. Bei Kindern sollte nach der Geburt, vor dem Kindergarten und im Grundschulalter untersucht werden. Erwachsenen wird ab 18 Jahren eine Untersuchung alle zwei Jahre empfohlen. Über 40 Jahren ist eine jährliche Untersuchung sinnvoll, denn ab diesem Alter steigt das Risiko für Glaukom und Katarakt. Wer chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck hat, sollte häufiger zur Kontrolle gehen. Diese Abstände sind allgemeine Empfehlungen. Weil der Aufbau der Augen und die Begleiterkrankungen bei jedem anders sind, legt Ihre Augenärztin oder Ihr Augenarzt die für Sie passende Häufigkeit fest. Nicht alle Tests werden bei jedem durchgeführt. Welche nötig sind, wird nach Ihren Beschwerden und nach dem Aufbau Ihrer Augen entschieden.
Warum die Augenuntersuchung wichtig ist
Eine Augenuntersuchung besteht nicht nur aus der Bestimmung der Brillenstärke. Sie ist ein umfassender Ablauf, der Auskunft über die Sehschärfe, den Augeninnendruck, die Gesundheit der Netzhaut, das Farbsehen, das Zusammenspiel der Augenmuskeln und vieles mehr gibt. Werden Erkrankungen früh erkannt, bleibt die Lebensqualität erhalten und späterer bleibender Sehverlust wird verhindert. Wenn Sie lange nicht untersucht wurden oder wenn Beschwerden wie verschwommenes Sehen, Kopfschmerzen oder Doppelbilder auftreten, sollten Sie ohne Verzug eine Augenärztin oder einen Augenarzt aufsuchen. Die Augengesundheit ist zu wertvoll, um sie zu vernachlässigen, und mit regelmäßigen Untersuchungen lassen sich die Augen ein Leben lang schützen. Die Augengesundheit ist einer der wichtigsten Faktoren für unsere Lebensqualität. Spezialisierte Augenzentren bieten mit erfahrenen Ärztinnen und Ärzten und mit moderner Technik die Möglichkeit einer genauen Diagnose. Schon ein einfacher Sehfehler kann bei falscher Messung zu einer unpassenden Brille oder Linse führen. Noch wichtiger ist, dass ernste Erkrankungen wie Glaukom, Katarakt oder Netzhautveränderungen übersehen werden können. Durch ausführliche Untersuchungen in spezialisierten Zentren lassen sie sich dagegen früh erkennen und bleibender Sehverlust verhindern.Häufig gestellte Fragen
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Wie lange dauert eine Augenuntersuchung?
Eine übliche Augenuntersuchung dauert in der Regel 15 bis 30 Minuten. Kommen eine Untersuchung des Augenhintergrunds, eine Gesichtsfelduntersuchung oder weitere Verfahren hinzu, dauert sie etwas länger. Weil der Bedarf bei jedem anders ist, richtet sich die Dauer nach den nötigen Tests. - 2
Warum werden Tropfen gegeben und wie lange wirken sie?
Bei der Untersuchung des Augenhintergrunds werden Tropfen gegeben, um die Pupille zu weiten. So lassen sich Netzhaut und Sehnerv besser beurteilen. Die Wirkung ist von Mensch zu Mensch verschieden und hält meist einige Stunden an. In dieser Zeit können verschwommenes Sehen und Lichtempfindlichkeit auftreten, deshalb sollten Sie nicht selbst fahren. - 3
Darf ich mit Kontaktlinsen zur Untersuchung kommen?
Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, fragen Sie am besten vorher, wie lange vor dem Termin Sie sie herausnehmen sollten. Besonders wenn Messungen am Auge und eine Beurteilung der Hornhaut vorgesehen sind, kann eine Pause nötig sein. Die Dauer richtet sich nach der Art der Linse und nach den geplanten Untersuchungen. - 4
Schaden die Tests den Augen?
Die üblichen Untersuchungen wie Sehschärfe, Messung des Augeninnendrucks, Untersuchung des Augenhintergrunds und Gesichtsfelduntersuchung schaden den Augen nicht. Während mancher Tests können kurzzeitig Unbehagen, verschwommenes Sehen oder Lichtempfindlichkeit auftreten, das ist jedoch vorübergehend. Jeder Test dient dazu, Ihre Augengesundheit zu schützen. - 5
Wie oft sollte ich mich untersuchen lassen?
Bei Kindern werden Kontrollen nach der Geburt, vor dem Kindergarten und im Grundschulalter empfohlen. Zwischen 18 und 40 Jahren ist eine Untersuchung alle zwei Jahre sinnvoll, ab 40 Jahren einmal jährlich. Bei Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck oder Augenerkrankungen in der Familie können kürzere Abstände nötig sein. Die passende Häufigkeit legt Ihre Augenärztin oder Ihr Augenarzt fest. Was kostet eine Angiografie des Auges?



