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Welche Arten der Augenlaserbehandlung gibt es?

Welche Arten der Augenlaserbehandlung gibt es?
Augenlaserbehandlungen

Welche Arten der Augenlaserbehandlung gibt es?

Die Frage, welche Arten der Augenlaserbehandlung es gibt, beschäftigt alle, die sich lasern lassen möchten. Die Augenlaserbehandlung wird eingesetzt, um Sehfehler wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus zu beheben. Umgangssprachlich ist sie als Augenlasern bekannt, mit einem Einritzen des Auges hat sie jedoch nichts zu tun. Zur Behandlung von Sehfehlern kommen viele Verfahren zum Einsatz. Um Brechungsfehler wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus zu korrigieren, werden folgende Laserverfahren eingesetzt: SLT, Argonlaser, YAG-Laser und IPL korrigieren keine Brechungsfehler; sie werden am Ende dieses Beitrags im Abschnitt über weitere Laser- und Lichtbehandlungen am Auge beschrieben.

LASIK

LASIK gehört zu den besonderen Verfahren zur Behebung von Sehproblemen und wird häufig gewählt. Dabei wird die Hornhaut des Auges neu geformt. Um die Sehprobleme zu beheben, wird die Form der klaren Schicht an der Vorderseite des Auges verändert. Das ist ein sehr feiner Eingriff. Normalerweise bricht die Hornhaut das Licht auf die Netzhaut im hinteren Abschnitt des Auges. Bei Menschen mit Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus wird das Licht jedoch nicht richtig gebrochen. Das führt zu verschwommenem Sehen oder dazu, dass bestimmte Entfernungen nicht erkannt werden. Auch wenn sich das mit Brille und Kontaktlinsen ausgleichen lässt, sind sie nach einer LASIK-Behandlung nicht mehr nötig. Durch die neu geformte Hornhaut wird die Brechkraft angepasst. Augenlaserbehandlung

PRK

Bei der PRK wird die Epithelschicht auf der Hornhaut gelöst und abgetragen. Danach wird die Hornhaut mit dem Excimerlaser neu geformt. Der Laser arbeitet je nach Dioptrie einige Sekunden bis 20-30 Sekunden pro Auge. Dabei wird kein Hornhautdeckel (Flap) angelegt.

TransPRK

Bei der TransPRK wird die Epithelschicht auf der Hornhaut mit dem Laser abgetragen und das darunterliegende Gewebe neu geformt. Damit werden die Sehfehler ausgeglichen. Nachdem das Epithel mit dem Laser entfernt wurde, wird das Gewebe unter der Hornhaut so geformt, dass die Sehfehler behoben werden.

iLASIK

iLASIK ist auch als laserunterstützte In-situ-Keratomileusis und als IntraLASIK bekannt. Bei diesem Verfahren dient der Laser dazu, die Hornhaut neu zu formen. Damit verschwinden die Sehprobleme. iLASIK ist eine deutlich weiter entwickelte Form der üblichen LASIK-Behandlung. Der Einsatz des Lasers ist dadurch genauer. Mit der WaveScan-Technik wird das Auge vermessen und eine vollständige Karte erstellt. Anhand dieser Karte wird bestimmt, an welcher Stelle des Auges der Laser eingesetzt wird. Anschließend wird die Oberfläche der Hornhaut mit dem Laser neu geformt.

ReLEx SMILE PRO

Bei ReLEx SMILE PRO wird kein Hornhautflap angelegt. Ein Femtosekundenlaser formt im Inneren der Hornhaut eine dünne Scheibe (Lentikel), die durch einen 2-4 mm kleinen Zugang entfernt wird. Das Verfahren eignet sich für Kurzsichtigkeit bis -10 Dioptrien und Astigmatismus, nicht jedoch für Weitsichtigkeit. Die meisten Patientinnen und Patienten kehren am nächsten Tag in den Alltag zurück; die volle Schärfe kann sich einige Tage später einstellen als nach LASIK.

No Touch Laser

Der No Touch Laser gehört zu den wichtigen Verfahren bei Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus. Während bei LASIK ein dünner Hornhautdeckel (Flap) angehoben wird, ist beim No Touch Laser weder ein Flap noch ein Schnitt nötig. Dabei wird die Form der Hornhaut ausgeglichen, sodass das Licht richtig gebrochen wird. Die Augen werden mit Tropfen betäubt. Die Patientin oder der Patient hält die Augen lediglich geöffnet und blickt auf den grünen Punkt des Geräts. Der Laser arbeitet dabei je nach Dioptrie 20-30 Sekunden pro Auge. Während der Behandlung ist kein Unbehagen und kein Schmerz zu spüren.

Weitere Laser- und Lichtbehandlungen am Auge

Die folgenden Verfahren korrigieren keine Brechungsfehler. Sie werden bei anderen Erkrankungen eingesetzt, etwa beim Glaukom, bei Netzhauterkrankungen, bei einer Trübung der Linsenkapsel nach einer Kataraktoperation und bei trockenen Augen.

SLT (bei Glaukom)

Die SLT-Behandlung wird eingesetzt, um einen erhöhten Augeninnendruck zu senken. Erkrankungen wie das Glaukom schädigen durch den erhöhten Druck den Sehnerv. Das kann zu bleibendem Sehverlust führen. Damit das Glaukom nicht fortschreitet, ist die frühe Erkennung sehr wichtig. Ist sie erfolgt, wird mit der SLT-Behandlung begonnen. Diese Laserbehandlung, die den Druck im Auge senkt und die Beschwerden behebt, gehört zu den häufig eingesetzten Verfahren.

Argonlaser

Der Argonlaser wird eingesetzt, um Gewebe am Auge durch Verödung zu behandeln. Das Verfahren kommt bei Menschen mit fortgeschrittenem Diabetes und mit Gefäßverschlüssen im Auge zum Einsatz. Dabei werden kleine Laserherde auf der Netzhaut gesetzt, um die Bildung neuer, undichter Gefäße zu verhindern; ein verschlossenes Gefäß wird dadurch nicht wieder geöffnet. Daneben lässt sich damit ein Riss in der Netzhaut behandeln. Beim Glaukom wird er außerdem auf das Gewebe angewendet, über das das Kammerwasser abfließt (Trabekelwerk).

YAG-Laser

Der YAG-Laser ist ein sehr feines Laserverfahren. Damit lässt sich überschüssiges Gewebe im Auge entfernen. Am häufigsten wird er eingesetzt, um nach einer Kataraktoperation die Trübung der hinteren Kapsel zu beseitigen.

IPL (Intense Pulsed Light)

Bei der IPL-Behandlung kommen Lichtimpulse in verschiedenen Wellenlängen zum Einsatz. IPL ist kein Laser und korrigiert keine Brechungsfehler. Am Auge wird sie vor allem bei trockenen Augen eingesetzt, die mit den Liddrüsen zusammenhängen: Sie wird auf die Haut der Lider angewendet und verbessert die Funktion der Meibom-Drüsen. Die Augen werden dabei mit einer besonderen Brille geschützt. Die Behandlung ist in der Regel schmerzarm, und Beschwerden durch diese Drüsen lassen sich lindern.

Risiken der Augenlaserbehandlung

Die Risiken der Augenlaserbehandlung gehören zu den meistgesuchten Themen. Auch wenn diese Eingriffe sehr sicher durchgeführt werden, können in manchen Fällen Risiken bestehen. Der Eingriff muss unbedingt in einer sterilen Umgebung stattfinden. Auch sollte die operierende Ärztin oder der operierende Arzt erfahren sein. Danach sollten die Anweisungen befolgt, die Medikamente regelmäßig angewendet und die Kontrolltermine rechtzeitig wahrgenommen werden. Mehr zur Altersgrenze für Augenlaseroperationen erfahren Sie hier.

Worauf ist nach der Laserbehandlung zu achten?

Eine weitere häufige Frage lautet, worauf nach einer Augenlaserbehandlung zu achten ist. Damit danach keine Probleme auftreten, sollte sorgfältig vorgegangen werden. Die verordneten Medikamente und Tropfen sollten rechtzeitig angewendet werden. Weitere wichtige Punkte sind:
  • Das Auge darf nach dem Eingriff nicht gerieben und ein vorhandener Verband nicht geöffnet werden.
  • Das behandelte Auge sollte keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.
  • In den ersten 24 Stunden nicht duschen; in der ersten Woche kein Wasser, keine Seife und kein Shampoo direkt ins Auge; etwa 20 Tage nicht ins Schwimmbad oder Meer.
  • Um einer Infektion vorzubeugen, sollten staubige und schmutzige Umgebungen gemieden werden. Das Auge sollte weder gerieben noch berührt werden.
  • Anstrengende Bewegung, die den Blutdruck erhöht, Laufen und das Heben von Gewichten sollten gemieden werden.
Leichte Schmerzen oder ein stechendes Gefühl danach sind normal. Bei unerträglichen Schmerzen sollte jedoch ärztlicher Rat eingeholt werden.

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