
Das Auge und seine Anatomie
- Kudret Augen Istanbul
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- Medizinisch geprüft von Op. Dr. Mehmet Ali Özdil
- Der äußeren Schicht mit Hornhaut und Lederhaut
- Der mittleren Schicht (Uvea) mit Regenbogenhaut, Ziliarkörper und Aderhaut
- Der inneren Schicht mit der Netzhaut
Warum der Aufbau des Auges wichtig ist
Den Aufbau des Auges zu kennen ist medizinisch sehr wichtig. Für die Behandlung von Glaukom, Katarakt und anderen Sehproblemen ist es entscheidend, das Auge zu verstehen. Zu den häufigsten Sehproblemen gehören heute Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus. Dass das Sehen in der Ferne, in der Nähe und in mittlerer Entfernung schwerfällt, liegt meist an der Länge des Augapfels oder an der Wölbung der Hornhaut. Ohne Kenntnis der Anatomie wäre es sehr schwer, diese Probleme zu lösen. Ebenso sind das Einsetzen einer Intraokularlinse, die Behandlung des Katarakts und die Behandlung anderer Sehprobleme aus dem Wissen über die Anatomie entstanden. Weil der Aufbau bekannt ist, lässt sich leicht erkennen, von welchem Teil ein Problem ausgeht. Auch Laserbehandlungen lassen sich deshalb heute gut durchführen. Auch wenn das Auge aus vielen Teilen besteht, bildet es ein Ganzes. Um Probleme in diesem Ganzen zu erkennen, ist es wichtig, seine Teile zu kennen.
Wie ist das Auge aufgebaut?
Die Frage, wie das Auge aufgebaut ist, gehört zu den meistgestellten. Das Auge arbeitet, indem es das Licht in der Umgebung aufnimmt und die Bilder an das Gehirn weiterleitet. Seine Anatomie ist komplex und zugleich sehr wichtig. Über den Sehnerv und dessen Verbindung zu den weiteren Nerven entsteht das Bild. Das Licht wird gebrochen und an die Rückseite des Auges weitergeleitet. Von dort gelangt es über die Nerven an das Gehirn, und das Sehen kommt zustande. In der Anatomie des Auges gibt es viele Strukturen. Sie sind wichtig, und wenn sie nicht gesund sind, können ernste Sehprobleme entstehen.Hornhaut
Die Hornhaut ist die klare Struktur der äußeren Schicht. Sie hat eine eigene Wölbung und liegt vor der Regenbogenhaut und der Linse. Sie bildet gleichsam eine schützende Schicht an der Vorderseite des Auges. Die Hornhaut besteht aus mehreren Lagen. Eine gesunde Hornhaut sorgt dafür, dass das Licht richtig gebrochen wird. So entsteht ein scharfes und klares Bild. Sie ist die erste Station des Lichts auf dem Weg zum Sehen. Die Hornhaut ist klar, weil sie keine Blutgefäße enthält. Dass hier keine Gefäße liegen, hält die Hornhaut klar. Mit ihrem gefäßlosen und klaren Aufbau lässt sie das Licht ungehindert zu den Schichten im Inneren des Auges. Über Nerven, die auf äußere Reize reagieren, wird der Lidschlussreflex ausgelöst. Das klare Kammerwasser, das die vordere Augenkammer zwischen Hornhaut und Regenbogenhaut und die hintere Kammer zwischen Regenbogenhaut und Linse füllt, wird im Ziliarkörper gebildet und über den Schlemm-Kanal abgeleitet. So hält es den Druck im Auge im Gleichgewicht. Ist der Abfluss gestört, kann ein Glaukom entstehen.
Pupille und Regenbogenhaut
Die Regenbogenhaut ist der farbige Teil des Auges. Sie liegt rund um die Pupille. Die Pupille wird je nach Lichtmenge größer und kleiner, und zwar über die Regenbogenhaut. Die Pupille bestimmt, wie viel Licht durch sie hindurchgelangt. Wird etwa Licht auf das Auge gerichtet, wird die Pupille kleiner und weniger Licht fällt ein. So entsteht bei hellem Licht ein klareres Bild. Bei gedämpftem Licht weitet sich die Pupille, damit mehr Licht einfällt und mehr zu sehen ist. Pupille und Regenbogenhaut arbeiten zusammen, damit das Licht kontrolliert in das Auge gelangt. Der Ziliarmuskel im Ziliarkörper hinter der Regenbogenhaut spannt und entspannt die Zonulafasern und verändert damit die Wölbung der Linse. Über diesen Vorgang, die Akkommodation, stellen wir auf die Nähe und auf die Ferne scharf.Augenlinse
Sie gehört zu den wichtigsten Teilen der Anatomie des Auges. Die Linse liegt direkt hinter der Regenbogenhaut und vor dem Glaskörper. Sie ist eine wichtige Struktur zwischen Regenbogenhaut und Glaskörper, ist klar und sorgt für ein scharfes Bild. Der gelartige Glaskörper zwischen Linse und Netzhaut erhält die Form des Augapfels und stützt die Netzhaut von hinten. Verflüssigt er sich mit dem Alter, können Glaskörpertrübungen (Mouches volantes) entstehen.Netzhaut
Die Netzhaut liegt an der Rückseite des Auges. Sie ist einer der Hauptteile des Sehvorgangs, der mit dem Einfall des Lichts beginnt. Das von der Linse gebündelte Licht wird an die Zellen der Netzhaut weitergegeben. Die Netzhaut ist eine mehrschichtige Struktur aus Fotorezeptoren (Stäbchen und Zapfen), Zwischenneuronen und Ganglienzellen. Sie ermöglicht es, Einzelheiten besser wahrzunehmen. In der Mitte der Netzhaut liegt die Makula; in ihrem Zentrum, der Fovea, befinden sich ausschließlich Zapfen. Dort entsteht das farbige und hochauflösende Sehen. Der Bereich der Papille, aus dem die Nervenfasern austreten, enthält keine Fotorezeptoren. Das Bild, das dort auftrifft, wird vom Gehirn ergänzt, sodass der blinde Fleck nicht wahrgenommen wird.Sehnerv
Aus jedem Auge tritt ein Sehnerv (Nervus opticus) aus. Er leitet die elektrischen Signale der Netzhaut an das Gehirn weiter. Der Sehnerv tritt am hinteren Pol des Auges an der Papille aus und zieht zum Gehirn. Die Sehnerven liegen im hinteren Abschnitt der Anatomie des Auges. Sie reichen von der Rückseite des Auges bis zum Sehzentrum im Gehirn und leiten die visuellen Signale weiter. Neben diesen Teilen gehören zum Auge:- Lederhaut: der weiße Teil des Auges. Sie schützt das Auge und ist fest und widerstandsfähig.
- Augenmuskeln: die Muskeln, die die Bewegung der Augen ermöglichen.
- Tränendrüsen: Die Augen müssen ständig feucht bleiben. Über die Tränendrüsen bleiben sie feucht. Gelangt ein Fremdkörper in das Auge, erleichtern sie es, ihn zu entfernen. Der Tränenfilm besteht aus drei Schichten: Die Fettschicht aus den Meibom-Drüsen begrenzt die Verdunstung, die wässrige Schicht reinigt die Hornhaut, und die Muzinschicht verteilt den Tränenfilm gleichmäßig auf der Hornhaut.
- Bindehaut: die dünne Schleimhaut, die die Innenseite der Lider und die Vorderseite der Lederhaut überzieht und das Auge befeuchtet. Die Hornhaut überzieht sie nicht.
- Augenlider: Sie schützen das Auge mit Wimpern und Haut.



