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Was tun bei grünem Star?

Was tun bei grünem Star?
Augenkrankheiten

Was tun bei grünem Star?

Weil ein Glaukom viele Ursachen haben kann, wird häufig gefragt, was man bei grünem Star tun soll. Der grüne Star, medizinisch Glaukom, ist eine Schädigung des Sehnervs und lässt sich mit vielen Verfahren behandeln. Er gehört zu den häufigen Augenerkrankungen, und sein wichtigster Risikofaktor ist ein erhöhter Druck im Inneren des Auges. Weil dieser Druck dauerhaft erhöht bleibt, nimmt der Sehnerv Schaden. Das Sehvermögen wird mit der Zeit beeinträchtigt, und der Schaden ist nicht umkehrbar. Weil sich ein Glaukom anders als andere Augenerkrankungen nicht sofort bemerkbar macht, ist die frühe Erkennung schwierig. Deshalb sind regelmäßige augenärztliche Untersuchungen sehr wichtig.

Wie entsteht ein Glaukom?

Auf die Frage, wie ein Glaukom entsteht, lautet die Antwort in den meisten Fällen: durch einen erhöhten Druck im Auge. Steigt der Druck im Inneren des Auges, beginnt der Sehnerv Schaden zu nehmen. Nicht jeder Mensch mit erhöhtem Augeninnendruck hat jedoch ein Glaukom. Die Erkrankung entsteht aus vielen Gründen. Im Inneren des Auges wird eine Flüssigkeit gebildet, die wieder abfließt. Manchmal kann sie nicht abfließen und staut sich. Dadurch steigt der Druck im Auge. Die Flüssigkeit, die in der Gefäßschicht des Auges gebildet wird, ist für die Gesundheit des Auges wichtig. Bleibt sie im Auge und fließt sie nicht ab, schädigt sie mit der Zeit die Gefäße und Nerven im Auge.

Wer ist betroffen?

Eine weitere häufige Frage lautet, wer ein Glaukom bekommt. Weil es auch genetische Ursachen hat, lässt sich keine klare Altersgrenze nennen. Bei der Beurteilung des Risikos zeigt sich jedoch, dass die Veranlagung ab 40 Jahren zunimmt. Gibt es in der Familie Betroffene, steigt die Wahrscheinlichkeit ebenfalls. Grüner Star

Risikofaktoren für ein Glaukom

Zu den Ursachen gehören viele körperliche Faktoren. Dazu kann auch Diabetes gehören. Diabetes beeinträchtigt die Nerven im Körper stark. Je nach Blutzuckerspiegel entstehen zahlreiche Erkrankungen der Nerven. Bei Menschen mit Diabetes sind Beschwerden an Augen und Sehen weit verbreitet. Auch bei Erkrankungen der Schilddrüse ist das Risiko erhöht. Verletzungen des Auges sind ein weiterer Faktor. Bei schweren Verletzungen, die den Druck im Auge erhöhen, bei Veränderungen der Netzhaut und bei Tumoren des Auges steigt das Risiko deutlich. Auch nach manchen Augenoperationen kann ein erhöhter Druck auftreten. Auch die genetische Veranlagung ist ein großer Risikofaktor. Zudem begünstigt eine starke Kurzsichtigkeit ein Glaukom. Eine lange Behandlung mit Kortison und weitere äußere Einflüsse können ebenfalls dazu führen. Das Risiko erhöhen:
  • Migräne
  • Behandlung mit Kortison
  • Genetische Veranlagung
  • Diabetes
  • Hoher oder niedriger Blutdruck
  • Starke Kurzsichtigkeit und starke Weitsichtigkeit
  • Verletzungen des Auges
  • Familiäre Häufung
Um die Risiken zu verringern oder die Erkrankung früh zu erkennen, sind regelmäßige augenärztliche Untersuchungen nötig. Bis 40 wird alle 2 Jahre, ab 40 jährlich eine Kontrolle empfohlen; bei Glaukom in der Familie häufiger. Deshalb sollte geklärt werden, ob es in der Familie Betroffene gibt. Daneben sind regelmäßige Bewegung und der Verzicht auf schädliche Gewohnheiten wichtig. Nach schweren Verletzungen des Auges sollte immer ärztlicher Rat eingeholt werden. Erhöhter Augeninnendruck

Zeichen eines Glaukoms

Die Zeichen eines Glaukoms ähneln denen anderer Augenerkrankungen. Deshalb lässt sich ohne ärztliche Untersuchung keine Diagnose stellen. Das häufige Offenwinkelglaukom verursacht meist lange keine Beschwerden. Bei einem akuten Winkelblock können dagegen auftreten:
  • Plötzliche starke Augenschmerzen
  • Rötung des Auges
  • Zeitweise verschwommenes Sehen
  • Lichthöfe um Lichtquellen in der Nacht
  • Übelkeit
  • Schmerzen an Stirn und Kopf
Auch eine ausgeprägte Lichtempfindlichkeit im Kindesalter kann ein Zeichen sein. Dann sollte eine Augenärztin oder ein Augenarzt aufgesucht werden. Das häufige Offenwinkelglaukom verursacht meist keine Beschwerden; plötzliche Schmerzen, Rötung und Übelkeit treten bei einem akuten Winkelblock auf. Starke Kopfschmerzen können jedoch auch andere Ursachen haben. Der einzige Weg, ein Glaukom festzustellen, ist die ärztliche Untersuchung.

Behandlung des Glaukoms

Die Behandlung richtet sich nach dem Befund. Man unterscheidet das Offenwinkel- und das Engwinkelglaukom. Festgestellt wird es mit:
  • Der Messung des Augeninnendrucks
  • Der computergestützten Gesichtsfelduntersuchung
  • OCT
  • Der Untersuchung des Sehnervs
  • HRT
Zur Behandlung kommen infrage:
  • Medikamente
  • Operative Eingriffe
  • Laserbehandlung
Sinkt der Druck trotz dieser Behandlungen nicht, kommen weitere operative Verfahren zum Einsatz. Diese Behandlungen beseitigen ein Glaukom nicht vollständig, halten es jedoch unter Kontrolle. So wird verhindert, dass die Nerven im Auge weiteren Schaden nehmen. Wirken Medikamente nicht, wird als letzte Möglichkeit operiert. Ein weiteres Verfahren ist die SLT, die selektive Lasertrabekuloplastik. Sie ist sehr schnell und unkompliziert. Viele halten sie für eine Glaukomoperation, doch dabei wird nicht operiert. Das Auge wird mit betäubenden Tropfen behandelt. Anschließend wird mit Laserlicht der Abfluss der angestauten Flüssigkeit verbessert. Fließt die Flüssigkeit ab, kehren die Verhältnisse im Auge in den Normalzustand zurück. Der Druck beginnt in den ersten Wochen zu sinken; die volle Wirkung zeigt sich meist nach ein bis drei Monaten. Mit diesem Verfahren sinkt der Druck im Auge im Durchschnitt um 20-30 Prozent. Ein Glaukom lässt sich nicht vollständig beseitigen. Außerdem bedeutet ein erhöhter Augeninnendruck nicht immer ein Glaukom. Der Druck kann zeitweise auch aus anderen Gründen steigen. Mit den Behandlungen wird verhindert, dass die Erkrankung fortschreitet und die Nerven schädigt. In welchem Alter tritt Katarakt auf?

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Quellen

  1. 1.Glaucoma: diagnosis and management (NG81) · NICE, 2017
  2. 2.Glaucoma · NHS
  3. 3.Glaucoma · NEI

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