
Muss man eine Astigmatismus-Brille ständig tragen?
- Kudret Augen Istanbul
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- Medizinisch geprüft von Op. Dr. Mehmet Ali Özdil
Was verursacht Astigmatismus?
Astigmatismus entsteht, wenn sich die Hornhaut und die Augenlinse nicht in der vorgesehenen, sondern in einer abweichenden Form entwickeln. Er hängt damit zusammen, dass die Wölbung der Hornhaut oder der Linse nicht gleichmäßig rund ist. Bei den meisten Menschen besteht eine genetische Veranlagung. Daneben sind die Ursachen:- Genetische Faktoren
- Druck der Augenlider auf die Hornhaut
- Augenoperationen
- Komplikationen während einer Augenoperation
- Verletzungen des Auges
- Keratokonus
Welche Symptome hat Astigmatismus?
Die Symptome von Astigmatismus zeigen sich am häufigsten darin, dass Gegenstände in der Ferne und in der Nähe nicht klar gesehen werden. Daneben gehören Kopf- und Augenschmerzen sowie häufiger Schwindel zu den verbreiteten Folgen. Weitere Zeichen sind:- Ein Müdigkeitsgefühl trotz Ruhe für die Augen und Schmerzen rund um die Augen
- Das Bedürfnis, die Augen zusammenzukneifen, um in der Ferne oder Nähe scharf zu sehen
- Nachlassendes Sehen bei Dunkelheit
- Tränen der Augen
Welche Stärken gibt es bei Astigmatismus?
Die Stärke des Astigmatismus wird in Dioptrien (dpt) angegeben. In der Regel liegen die Werte zwischen 0,25 und 6,00. Nach diesen Werten, die sich bei der Augenuntersuchung ergeben, richtet sich die Behandlung. Es gibt drei Hauptgruppen:- Geringer Astigmatismus: Er umfasst Werte unter 0,75 und gilt als leichte oder beginnende Form. In dieser Gruppe treten Sehprobleme selten auf. Deshalb sind Brille oder Kontaktlinsen in der Regel nicht nötig; bei Beschwerden kann die Ärztin oder der Arzt sie empfehlen. Regelmäßige ärztliche Kontrollen sollten aber erfolgen.
- Mittlerer Astigmatismus: Das ist heute die häufigste Gruppe und umfasst Werte zwischen 0,75 und 2,00. Das Sehen in der Ferne oder in der Nähe kann deutlich nachlassen. Neben den Sehproblemen können Kopfschmerzen und müde Augen auftreten. Für klare Sicht werden eine Brille oder torische Kontaktlinsen empfohlen.
- Starker Astigmatismus: In dieser Gruppe liegt der Wert über 2,00. Die Sehqualität ist deutlich beeinträchtigt, Gegenstände werden verzerrt und wellig wahrgenommen. Ohne Behandlung wird der Alltag zunehmend schwieriger. Neben Brille und Kontaktlinsen können je nach Befund refraktive Verfahren wie LASIK zum Einsatz kommen. Für Betroffene mit dieser Stärke ist es sehr wichtig, die empfohlenen Kontrollen einzuhalten.
Wie wirkt sich Astigmatismus auf den Alltag aus?
Astigmatismus kann sich je nach Ausprägung und Lebensweise auf verschiedene Weise ungünstig auf den Alltag auswirken. Häufige Beeinträchtigungen sind:- Verschwommenes oder verzerrtes Sehen beim Autofahren. Besonders unscharfe Gegenstände, Schattenbilder oder Doppelbilder gehören zu den deutlichsten Folgen.
- Müde Augen und die Anstrengung, einen Gegenstand scharf zu stellen.
- Wiederkehrende Kopfschmerzen durch die Anstrengung der Augen.
- Große Mühe beim Sehen in der Dunkelheit.
- Schwierigkeiten, sich beim Lesen, am Telefon, beim Lernen oder bei der Arbeit zu konzentrieren, und zunehmende Unaufmerksamkeit.
- Unbewusstes Zusammenkneifen der Augen, um einen Gegenstand scharf zu sehen.
- Bei starkem Astigmatismus kann die Tiefenwahrnehmung beeinträchtigt sein. Das kann beim Treppensteigen oder in bewegten Umgebungen zu Gleichgewichtsproblemen führen.
Wie wird Astigmatismus diagnostiziert und behandelt?
Die Diagnose beginnt meist mit den Beschwerden. Gefragt wird, ob es Probleme beim Sehen gibt, ob Kopfschmerzen auftreten und ob die Augen schmerzen. Anschließend wird die Diagnose mit Untersuchungen gesichert. Dazu gehören:- Keratometrie
- Refraktionsbestimmung
- Prüfung der Sehschärfe
- Operation mit einer phaken Intraokularlinse
- Intraokularlinse
- Torische trifokale Intraokularlinsen, die den Astigmatismus ausgleichen
Häufig gestellte Fragen
- 1
Muss die Astigmatismus-Brille ständig getragen werden?
Manche Menschen mit leichtem Astigmatismus kommen ohne ganztägiges Tragen zurecht. Beim Autofahren, bei langer Bildschirmarbeit oder bei Kopfschmerzen und müden Augen ist regelmäßiges Tragen jedoch angenehmer. Den besten Plan legt die Augenuntersuchung fest. - 2
Nimmt mein Astigmatismus zu, wenn ich keine Brille trage?
In der Regel führt das Weglassen der Brille nicht unmittelbar zu einer Zunahme der Stärke. Beschwerden wie verschwommenes Sehen, müde Augen und Kopfschmerzen können jedoch bestehen bleiben. Verändert sich die Stärke, ist eine ärztliche Abklärung der zugrunde liegenden Ursachen nötig. (Quelle: American Academy of Ophthalmology) - 3
Was sind die häufigsten Anzeichen von Astigmatismus?
Häufig sind verschwommenes Sehen in Ferne und Nähe, Schatten- oder Doppelbilder, müde Augen, Kopfschmerzen und besonders Schwierigkeiten beim Sehen in der Dunkelheit. Halten die Beschwerden an, wird eine Untersuchung empfohlen. - 4
Schreitet Astigmatismus fort?
Die Messwerte können sich mit der Zeit verändern, besonders bei Erkrankungen wie Keratokonus kann eine Zunahme auftreten. Deshalb sind regelmäßige Untersuchungen wichtig. - 5
Sind Kontaktlinsen oder eine Brille besser?
Beide können einen Astigmatismus ausgleichen. Eine Brille ist praktisch und sicher, torische Kontaktlinsen bieten manchen Menschen ein größeres Sehfeld. Was geeignet ist, richtet sich nach dem Aufbau des Auges und der Lebensweise. - 6
Lässt sich Astigmatismus mit Laser vollständig beheben?
Bei manchen Patientinnen und Patienten kann eine Laserbehandlung den Astigmatismus verringern oder ausgleichen, doch nicht jeder ist dafür geeignet. Beurteilt werden der Aufbau der Hornhaut, die Stabilität der Werte und die Trockenheit des Auges. Wer nicht geeignet ist, hat andere Möglichkeiten. Wie vereinbart man einen Augenarzttermin?



