İçeriğe geç
Kudret Augen Istanbul

H52.2 Astigmatismus

H52.2 Astigmatismus
Augenkrankheiten

H52.2 Astigmatismus

Fragen wie was H52.2 Astigmatismus bedeutet und wann er auftritt beschäftigen Menschen mit diesem Brechungsfehler. Astigmatismus entsteht, wenn die Wölbung der Hornhaut an der Vorderseite des Auges oder der Augenlinse nicht in jedem Meridian gleich oder unregelmäßig ist und das Licht deshalb nicht in einem einzigen Punkt auf der Netzhaut gebündelt wird. Hat die Linse oder die Hornhaut keine gleichmäßige Wölbung, entstehen Brechungsfehler. Der Astigmatismus führt dazu, dass das Licht nicht scharf auf der Netzhaut gebündelt wird und ein verschwommenes Bild entsteht. In der ICD, der internationalen Klassifikation der Krankheiten, ist der Astigmatismus als H52.2 verzeichnet. Das ist der Schlüssel, mit dem er beschrieben wird.

Wie entsteht Astigmatismus?

Astigmatismus ist ein Sehfehler, der zu verschwommenem Sehen führt. Bei Betroffenen ist die Hornhaut nicht vollständig rund. Die Frage, wie Astigmatismus entsteht, beschäftigt viele. Weil die Hornhaut nicht gleichmäßig gewölbt ist, wird das Licht nicht im richtigen Winkel gebrochen und nicht richtig weitergeleitet. Unabhängig von der Entfernung führen die Brechungsfehler zu verschwommenem Sehen. Das wiederum führt zu Kopfschmerzen und müden Augen. Auch eine ungleichmäßig gewölbte Augenlinse kann dazu führen. Astigmatismus ist meist erblich bedingt. Er entsteht, wenn die Augenlider stark auf die Vorderseite des Auges drücken oder wenn ein Eingriff durchgeführt wurde, der das begünstigt. Auch Verletzungen des Auges können dazu führen. Selten tritt er nach Augenoperationen auf. Zu den Ursachen gehören:
  • Keratokonus
  • Genetische Faktoren
  • Komplikationen nach einer Augenoperation
  • Verletzungen des Auges
  • Starker Druck der Augenlider auf die Hornhaut
H52.2 Astigmatismus
H52.2 Astigmatismus

Zeichen von Astigmatismus

Die Zeichen sind recht eindeutig. Verschwommenes Sehen in der Ferne oder in der Nähe sowie Augen- und Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden. Werden die Augen stark beansprucht, ermüden sie zusätzlich. Zu den häufigsten Zeichen gehören:
  • Tränen der Augen
  • Verschwommenes Sehen in der Nähe oder in der Ferne
  • Schwindel und Kopfschmerzen
  • Deutlich nachlassendes Sehen in der Dunkelheit
  • Das Zusammenkneifen der Augen, um schärfer zu sehen
  • Müde Augen
Trifft eines oder treffen mehrere dieser Zeichen zu, sollte eine Augenärztin oder ein Augenarzt aufgesucht werden. Ein früh erkannter Astigmatismus lässt sich mit Brille und Kontaktlinsen gut ausgleichen. Bei fortschreitender Stärke werden höhere Werte nötig. Bei geeigneten Patientinnen und Patienten lässt sich der Sehfehler mit einer Augenlaserbehandlung beheben, bei ungeeigneten mit torischen Intraokularlinsen.

Wie wird Astigmatismus diagnostiziert?

Die Diagnose wird mit einer umfassenden augenärztlichen Untersuchung gestellt. Dabei kommen der Snellen-Test zur Bestimmung der Sehschärfe, die Skiaskopie zur Beurteilung der Lichtbrechung und die Keratometrie zur Messung der Hornhautwölbung zum Einsatz. Mit der Hornhauttopografie wird die Oberfläche der Hornhaut genau untersucht und die Stärke sowie die Form des Astigmatismus bestimmt. Diese Untersuchungen sind schmerzfrei und dauern nur kurz. Regelmäßige Kontrollen, besonders im Kindesalter, sind für die frühe Erkennung sehr wichtig.

Stärken des Astigmatismus

Die Stärke des Astigmatismus gibt an, wie stark jemand betroffen ist. Als Brechungsfehler wird er in Dioptrien gemessen. Die Werte liegen meist zwischen 0,25 und 6,00 Dioptrien. Sie werden bei der Augenuntersuchung genau bestimmt, in manchen Fällen kommen auch höhere Werte vor. Die Bestimmung ist wichtig, um die Schwere zu beurteilen und passend zu behandeln. Es gibt drei Gruppen.

Geringer Astigmatismus

Ein Astigmatismus unter 0,75 Dioptrien gilt als gering. In dieser Gruppe treten Sehprobleme nur selten auf. Die Lebensqualität und der Alltag werden nicht beeinträchtigt. Eine Brille oder Kontaktlinsen sind meist nicht nötig.

Mittlerer Astigmatismus

Ein Astigmatismus zwischen 0,75 und 2,00 Dioptrien gilt als mittel. In diesem Bereich wird sowohl in der Nähe als auch in der Ferne unscharf gesehen. Weil das verschwommene Sehen zu Schwindel, Kopfschmerzen und müden Augen führt, beeinträchtigt es die Lebensqualität. Für klares Sehen und gegen die Ermüdung der Augen werden meist eine Brille oder Kontaktlinsen empfohlen.

Starker Astigmatismus

Ein Astigmatismus über 2,00 Dioptrien gilt als stark. Er beeinträchtigt die Sehschärfe und die Sehqualität erheblich. Gegenstände werden verzerrt oder wellig wahrgenommen. Neben Brille und Kontaktlinsen werden eine LASIK-Behandlung oder Operationen mit Intraokularlinsen empfohlen. Ohne Behandlung leidet die Lebensqualität stark, und es treten stärkere Kopfschmerzen und müdere Augen auf. Astigmatismus tritt nicht immer allein auf. Er kommt auch zusammen mit Weitsichtigkeit und Kurzsichtigkeit vor. In einem gesunden Auge leiten Linse und Hornhaut das Licht, das durch die Pupille fällt, auf die Netzhaut. Sind Linse und Hornhaut nicht richtig gewölbt, gelingt das nicht. Das Licht wird vor oder hinter die Netzhaut gelenkt und kann über die Sehnerven nicht klar an das Gehirn weitergeleitet werden.

Formen des Astigmatismus

Die Formen des Astigmatismus werden anders eingeteilt als die Stärken, nämlich nach dem Brechungsfehler des Auges:
  • Regulärer Astigmatismus: die häufigste Form. Dabei stehen die Hauptmeridiane der Hornhaut oder der Linse in einem Winkel von 90 Grad zueinander. Er lässt sich mit Laser, Brille und Kontaktlinsen ausgleichen.
  • Irregulärer Astigmatismus: Dabei hat die Hornhaut mehrere Wölbungen, und selbst die flachsten Meridiane stehen nicht im rechten Winkel zueinander. Weil sich das mit einer Brille nur schwer ausgleichen lässt, kommen Kontaktlinsen und Intraokularlinsen infrage.
Astigmatismus tritt manchmal zusammen mit anderen Sehfehlern wie Weitsichtigkeit und Kurzsichtigkeit auf.
  • Myoper Astigmatismus: Kurzsichtigkeit bedeutet, dass in der Ferne nicht scharf gesehen wird. Astigmatismus ist ein Brechungsfehler, der in jeder Entfernung zu Unschärfe oder Verzerrung führt. Weil das einfallende Licht nicht richtig auf die Netzhaut gelenkt wird, entstehen beim myopen Astigmatismus zwei Brennpunkte.
  • Hyperoper Astigmatismus: Hier ist der Augapfel zu kurz oder die Hornhaut zu flach, sodass das Bild seine Schärfe verliert. Ein Teil des gebrochenen Lichts wird auf die Netzhaut gebündelt, der andere dahinter, sodass zwei Brennpunkte entstehen. Weil beide nicht stimmen, spricht man von hyperopem Astigmatismus.
Diese Formen lassen sich neben Kontaktlinsen und Brille auch mit Laserverfahren ausgleichen. Wo das nicht vollständig gelingt, kommen Intraokularlinsen zum Einsatz.

Behandlung und Entscheidung

Die Behandlung richtet sich nach der Stärke des Brechungsfehlers und nach der Lebensweise. Bei geringem Astigmatismus unter 0,75 Dioptrien ist meist keine Behandlung nötig. Bei mittlerem Astigmatismus genügen Brille oder Kontaktlinsen. Bei starkem Astigmatismus kommen Laserverfahren wie LASIK und PRK oder Operationen mit phaken Intraokularlinsen infrage. Eine Laserbehandlung wird bei Menschen über 18 Jahren durchgeführt, deren Werte im letzten Jahr stabil geblieben sind. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt beurteilt die Hornhautdicke, den Aufbau Ihres Auges und Ihre Erwartungen und empfiehlt die passende Behandlung. Jedes Verfahren hat Vorteile und Grenzen.

Häufig gestellte Fragen

  1. 1

    Was bedeutet H52.2, ist das eine Diagnose?

    H52.2 ist ein Klassifikationsschlüssel für Astigmatismus. Für eine gesicherte Diagnose und die Bestimmung der Stärke ist eine Untersuchung nötig.
  2. 2

    Geht Astigmatismus ganz weg?

    Bei manchen Menschen wird mit Brille oder Kontaktlinsen vollständig klares Sehen erreicht. Verfahren wie der Laser können bei geeigneten Patientinnen und Patienten dauerhaft ausgleichen. Der Verlauf ist von Mensch zu Mensch verschieden, fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
  3. 3

    Verursacht Astigmatismus Kopfschmerzen?

    Ja, besonders bei langer Bildschirmarbeit oder beim Lesen können müde Augen und Kopfschmerzen auftreten.
  4. 4

    Schreitet Astigmatismus fort?

    Ein angeborener Astigmatismus verändert sich bei den meisten Menschen kaum. Bei Erkrankungen wie Keratokonus kann er zunehmen, deshalb sind regelmäßige Kontrollen wichtig.
  5. 5

    Braucht man bei geringem Astigmatismus eine Brille?

    Nicht immer. Bei Beschwerden kann eine Brille helfen. Ohne Beschwerden genügt oft die Beobachtung.
  6. 6

    Worin unterscheiden sich regulärer und irregulärer Astigmatismus?

    Beim regulären Astigmatismus verlaufen die beiden Hauptmeridiane gleichmäßiger, und er lässt sich mit einer Brille besser ausgleichen. Beim irregulären Astigmatismus ist die Hornhaut unregelmäßiger, sodass besondere Linsen oder weitere Behandlungen nötig sein können.
  7. 7

    Warum beeinträchtigt Astigmatismus das Sehen in der Dunkelheit?

    Weitet sich die Pupille in der Dunkelheit, nimmt die Streuung zu, und Lichtstreuung sowie Blendung werden deutlicher spürbar.
  8. 8

    Lässt sich Astigmatismus mit Laser ausgleichen?

    Bei geeigneten Patientinnen und Patienten ist das möglich. Messungen wie Hornhautdicke und Topografie sind für die Entscheidung entscheidend. Der Verlauf ist von Mensch zu Mensch verschieden, fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

    Was ist die Augenlinse?

Ähnliche Beiträge

Wie sehen Menschen mit Astigmatismus?

Wie sehen Menschen mit Astigmatismus?

Astigmatismus ist ein Sehfehler, der dazu führt, dass Gegenstände und Menschen in der Umgebung verschwommen wahrgenommen werden. Ursache ist eine nicht gleichmäßig runde Hornhaut.

Was ist hyperoper Astigmatismus?

Was ist hyperoper Astigmatismus?

Weitsichtigkeit und Astigmatismus gehören zu den häufigsten Brechungsfehlern und treten oft gemeinsam auf. Hier erfahren Sie, was hyperoper Astigmatismus bedeutet.

Quellen

  1. 1.Astigmatism Explained: Causes, Diagnosis, Treatment · American Academy of Ophthalmology
  2. 2.Astigmatism · National Eye Institute

KOSTENLOSE BERATUNG

Ihre Terminanfrage wurde erfolgreich entgegengenommen.

Wir werden uns so bald wie möglich mit Ihnen in Verbindung setzen.

Wenn Ihre Angaben nicht korrekt sind, senden Sie bitte eine neue Anfrage.

Ihre Cookie-Auswahl

Notwendige Cookies sind immer aktiv. Mit Ihrer Einwilligung nutzen wir auch Cookies von Google und Meta für Messung und Werbung.Für den Betrieb der Website notwendige Cookies sind immer aktiv. Mit Ihrer Einwilligung verwenden wir zusätzlich Cookies von Google und Meta, um Besuche zu messen und Ihnen passende Werbung zu zeigen. Sie können Ihre Auswahl jederzeit über den Link „Cookie-Einstellungen“ unten auf der Seite ändern.Informationen

Eignungstest

Welche Behandlung passt zu mir?

Ein paar kurze Fragen, damit Sie vorab sehen, welche Behandlungen bei Ihrer Untersuchung besprochen werden. Am Ende rufen wir Sie für ein kostenloses Beratungsgespräch an.

Termin vereinbaren

KOSTENLOSE BERATUNG

Suche

Nicht gefunden, was Sie suchen?

Wir sind nur einen Anruf entfernt.