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Sind Augeninfektionen ansteckend?

Sind Augeninfektionen ansteckend?
Augenkrankheiten

Sind Augeninfektionen ansteckend?

Augeninfektionen treten auf, wenn es an Augenhygiene fehlt. Ob eine Augeninfektion ansteckend ist, hängt von ihrer Art ab. Manche Formen sind ansteckend, andere nicht. Ansteckende Augeninfektionen sind:
  • Bakterielle Bindehautentzündung: Bei Betroffenen tritt eine Absonderung am Auge auf. Die Infektion überträgt sich über diese Absonderung oder über direkten Kontakt.
  • Virale Bindehautentzündung: Diese sehr ansteckende Infektion überträgt sich über Tröpfchen beim Niesen und Husten und über den Kontakt mit belasteten Oberflächen. Wer mit der Absonderung einer betroffenen Person oder mit den davon berührten Flächen in Kontakt kommt, kann sich anstecken.
Nicht ansteckende Augeninfektionen sind:
  • Chalazion und Gerstenkorn: Ein Gerstenkorn ist eine Entzündung am Lid, ein Chalazion dagegen keine Infektion, sondern eine verstopfte Talgdrüse; beide sind nicht ansteckend.
  • Infektionen der Hornhaut: Die meisten Hornhautinfektionen wie die Keratitis werden durch Pilze, Bakterien und Parasiten verursacht. Die meisten Formen werden nicht unmittelbar von Mensch zu Mensch übertragen. Sie hängen meist mit mangelnder Hygiene bei Kontaktlinsen, mit Verletzungen des Auges oder mit einer Schwäche des Immunsystems zusammen. Bei manchen viralen Formen der Keratitis besteht jedoch ein Ansteckungsrisiko.

Was ist eine Augeninfektion?

Eine Augeninfektion entsteht, wenn sich Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten an den Lidern, auf der Oberfläche des Auges oder in seinem Inneren ansiedeln. An den Stellen, an denen sie sich festsetzen, lösen sie eine Infektion aus. Infektionen beeinträchtigen die Sehqualität erheblich und können ohne Behandlung bleibende Schäden hinterlassen. Augeninfektionen früh zu erkennen und zu behandeln ist für den Erhalt der Augengesundheit sehr wichtig. Sie treten meist an den Lidern und an der Hornhaut auf. Je nach Art kommen verschiedene Behandlungen zum Einsatz. Diese Infektionen betreffen den Augapfel und das Gewebe um ihn herum. Die Erreger, die diesen Bereich erreichen, vermehren sich und schädigen das Gewebe. Am häufigsten sind Viren und Bakterien die Ursache. Ein Auge, bei dem nicht auf Hygiene geachtet wird, ist anfällig für Bakterien, während Viren von anderen Menschen übertragen werden. Sind Augeninfektionen ansteckend Je nachdem, wo die Infektion sitzt, trägt sie einen anderen Namen:
  • Keratitis: Infektionen der Hornhaut
  • Hordeolum: die Infektion der Liddrüsen, auch als Gerstenkorn bekannt
  • Konjunktivitis: Infektionen der Innenseite des Lids oder des weißen Teils des Auges, auch als Bindehautentzündung bekannt
Werden diese Infektionen nicht erkannt und behandelt, entstehen zahlreiche Risiken. Manche davon können zum Verlust des Auges und des Sehvermögens führen. Sie beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität und das Aussehen, sondern auch die Gesundheit des Sehens erheblich. Deshalb ist es sehr wichtig, bei den ersten Zeichen eine Augenärztin oder einen Augenarzt aufzusuchen.

Zeichen einer Augeninfektion

Die Zeichen einer Augeninfektion unterscheiden sich je nach Art, ähneln sich im Grunde jedoch. Am häufigsten sind trockene Augen, Rötung, Absonderungen und Reizung. Je nach Ausbreitung und Art können sich diese Zeichen verstärken. Es ist sehr wichtig, sie früh zu bemerken und mit der Behandlung zu beginnen.
  • Absonderungen: Bei einer Infektion nimmt die Menge der Absonderungen am Auge zu. Das gehört zu den deutlichsten Zeichen. Die Absonderung ist meist grün oder gelb, klebrig und zäh. Auch bei Allergien kommen Absonderungen häufig vor.
  • Lichtempfindlichkeit: Manche Betroffene werden gegenüber hellem Licht besonders empfindlich. Diese Lichtscheu, medizinisch Fotophobie, ist das häufigste Zeichen dafür, dass die Infektion ausgeprägt ist.
  • Reizung und Rötung: Das ist das häufigste Zeichen. Die Bereiche, die die Infektion bekämpfen, röten sich und werden gereizt. Weil der Blutfluss dorthin zunimmt, kommt es zu Rötung und Wärme. Durch die Reizung entstehen Tränen, Stechen und das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben.
  • Verschwommenes Sehen: Sitzt die Infektion in der Hornhaut, ist auch das Sehen betroffen. Eine nachlassende Sehschärfe und verschwommenes Sehen gehören zu den häufigsten Zeichen.
  • Schmerzen und Schwellung: Besonders Infektionen an den Lidern machen sich durch eine Schwellung bemerkbar. Diese Schwellung zeigt den angesammelten Eiter an. Die Beschwerden reichen von leichtem Juckreiz bis zu starken Schmerzen.

Ursachen einer Augeninfektion

Es gibt viele Gründe für eine Augeninfektion. Mangelnde Hygiene und Bakterien gehören zu den häufigsten. Weitere Ursachen sind:
  • Virale Infektionen: Besonders Adenoviren spielen bei Entzündungen am Auge eine wichtige Rolle. Virale Infektionen der Hornhaut (virale Keratitis) können durch Kontakt übertragen werden. Übertragen werden sie meist im Rahmen von Infekten der oberen Atemwege und von Erkältungen.
  • Bakterien: Manche Bakterien gehören zu den häufigsten Ursachen von Hornhautgeschwüren und Infektionen. Erreger wie Haemophilus und Staphylococcus werden meist über Kosmetik, unsaubere Hände und Kontaktlinsen übertragen.
  • Pilze und Parasiten: Sie sind seltener und treten meist bei Kontaktlinsenträgern oder nach Verletzungen auf. Parasiten können über unhygienische Schwimmbäder oder über unhygienisch verwendete Kontaktlinsen übertragen werden.
Weitere Faktoren, die zu einer Augeninfektion führen, sind:
  • Ein geschwächtes Immunsystem
  • Allergische Reaktionen
  • Das Tragen von Kontaktlinsen
  • Verletzungen des Auges
  • Mangelnde Hygiene
Ursachen einer Augeninfektion

Behandlung einer Augeninfektion

Die Behandlung einer Augeninfektion richtet sich nach ihrer Art, nach ihrem Verlauf und nach der betroffenen Person. Damit keine bleibenden Schäden und Sehprobleme entstehen, sollte rasch mit der Diagnose und der Behandlung begonnen werden. Je nach Infektion lassen sich Maßnahmen zu Hause umsetzen, in manchen Fällen ist eine Behandlung mit Antibiotika nötig. Zu den Möglichkeiten gehören:
  • Antivirale Behandlung: Bei manchen virusbedingten Infektionen wie der viralen Keratitis werden ärztlich verordnete antivirale Medikamente eingesetzt. Die meisten viralen Bindehautentzündungen werden mit regelmäßiger Pflege und unterstützenden Mitteln behandelt.
  • Antibiotika: Bei bakteriellen Infektionen werden sie ärztlich verordnet, als Tabletten oder als Augentropfen.
  • Mittel gegen Parasiten und Pilze: Augeninfektionen durch Parasiten und Pilze sind selten, werden aber ebenfalls medikamentös behandelt.
Bei einem Gerstenkorn und ähnlichen Verstopfungen der Liddrüsen helfen zu Hause:
  • Auf die Augenhygiene und die Sauberkeit des entzündeten Bereichs achten
  • Je nach Befund warme oder kalte Umschläge anwenden
Um solchen Infektionen vorzubeugen, sollte auf Augenhygiene, auf den richtigen Umgang mit Kontaktlinsen und auf saubere Hände geachtet werden. Kosmetik sollte nicht geteilt und unsauberen Schwimmbädern sollte ferngeblieben werden.

Häufig gestellte Fragen

  1. 1

    Ist jede Augeninfektion ansteckend?

    Nein. Das hängt von der Art ab. Besonders virale und bakterielle Bindehautentzündungen sind ansteckend.
  2. 2

    Ist der Kontakt mit einer betroffenen Person riskant?

    Der Kontakt mit der Absonderung am Auge und gemeinsam genutzte Gegenstände erhöhen das Risiko.
  3. 3

    Ist ein Gerstenkorn ansteckend?

    Nein. Ein Gerstenkorn und ein Chalazion hängen meist mit persönlichen Faktoren zusammen.
  4. 4

    Erhöhen Kontaktlinsen das Infektionsrisiko?

    Ja. Besonders wenn die Hygieneregeln nicht beachtet werden, steigt das Risiko.
  5. 5

    Heilt eine Augeninfektion von selbst ab?

    Manche leichten viralen Infektionen bessern sich, doch eine ärztliche Beurteilung ist immer nötig. Der Verlauf ist von Mensch zu Mensch verschieden.

    Wie lange dauert verschwommenes Sehen nach PRK?

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