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Ptosis-Operation bei hängendem Augenlid

Ptosis-Operation bei hängendem Augenlid
Augenkrankheiten

Ptosis-Operation bei hängendem Augenlid

Die Operation bei einem hängenden Augenlid ist sowohl aus ästhetischen Gründen wichtig als auch, damit keine Sehprobleme entstehen. Medizinisch heißt das hängende Oberlid Ptosis: Der Muskel, der das Oberlid hebt, ist geschwächt oder erschlafft, und bei der Ptosis-Operation wird dieser Muskel gestrafft oder verkürzt. Bei einer Blepharoplastik wird dagegen nicht der Muskel behandelt, sondern überschüssige Haut und bei Bedarf überschüssiges Fett entfernt. Beides kann bei derselben Person zusammen auftreten; hält die Ärztin oder der Arzt es für sinnvoll, wird beides im selben Eingriff korrigiert. Der Schnitt liegt in der Lidfalte, die Narbe verblasst im Lauf der Monate. Die Blepharoplastik, ein anderer Eingriff als die Ptosis-Operation, wird am Ober- oder am Unterlid durchgeführt. Durch Falten, Verletzungen, Alterung oder Infektionen können am Lid ein Absinken, eine Schwellung und Augensäcke entstehen. Weil Eingriffe zur Verbesserung des Aussehens zur ästhetischen Chirurgie gehören, zählt auch dieser dazu. Er wird durchgeführt, wenn mit dem Alter Erschlaffung und Augensäcke entstanden sind oder wenn diese Veränderungen die Folge einer Erkrankung sind. Am Oberlid kommt es zu Absinken und Falten, am Unterlid zu Augensäcken. Manchmal treten diese Veränderungen auch aus genetischen Gründen auf. Hängendes Augenlid

Was ist ein hängendes Augenlid?

Ein hängendes Augenlid bedeutet, dass das Oberlid abgesunken ist, medizinisch Ptosis. Dafür gibt es viele Ursachen. Auch wenn es je nach Alter, Erkrankung und genetischen Faktoren in jedem Alter auftreten kann, kommt es bei älteren Menschen am häufigsten vor. Diese Veränderung, die angeboren sein oder später entstehen kann, behindert manchmal auch das Sehen. Bleibt sie unbehandelt, treten bestimmte Beschwerden auf: müde Augen, ein eingeschränktes Gesichtsfeld und Kopfschmerzen. Bei Kindern kann sie unbehandelt zu einer Schwachsichtigkeit führen. Unter den angeborenen Veränderungen des Oberlids ist die Ptosis am häufigsten. Daneben können auch verwachsene Lider, eine unvollständige Entwicklung des Lids und nach innen oder außen gedrehte Lidränder auftreten.

Zeichen eines hängenden Augenlids

Die Zeichen eines hängenden Augenlids sind vor allem sichtbar. Die Veränderung kann angeboren sein, aber auch mit anderen Erkrankungen und mit dem Alter entstehen. Zu den Zeichen gehören:
  • Ein deutlich eingeschränktes Gesichtsfeld
  • Das Anheben der Augenbrauen, um das Lid nach oben zu ziehen, was sich zu einer Angewohnheit entwickeln kann
  • Starkes Tränen oder Trockenheit des Auges
  • Ein müder wirkendes Gesicht
Dass Augenbrauen und Lider mit dem Alter absinken, ist ganz normal. Augensäcke entstehen aus ähnlichen Gründen. Ohne frühe Behandlung nehmen diese Beschwerden zu und erschweren den Alltag. Deshalb wird eine frühe Behandlung empfohlen.

Warum wird eine Lidoperation durchgeführt?

Fragen wie warum eine Lidoperation durchgeführt wird und was sie bewirkt beschäftigen alle, die den Eingriff planen. Eine Ptosis-Operation wird durchgeführt, wenn das Oberlid wegen eines schwachen Lidhebermuskels zu tief steht, das Gesichtsfeld einschränkt oder bei Kindern die Entwicklung des Sehens gefährdet. Eine Blepharoplastik wird durchgeführt, wenn überschüssige Haut am Oberlid oder Augensäcke am Unterlid stören, aus ästhetischen Gründen oder weil die Haut das Gesichtsfeld einengt. Zur Vorbereitung sollten blutverdünnende Medikamente abgesetzt, das Rauchen eingeschränkt und alle regelmäßig eingenommenen Medikamente ärztlich mitgeteilt werden. Danach sollten eine Sonnenbrille getragen und anstrengende Bewegung gemieden werden. Vor einer Blepharoplastik wird festgelegt, welche Bereiche entfernt werden. Die natürlichen Falten des Lids werden angezeichnet und die Maße genommen. Für den Schnitt kommen Kauter oder Skalpell zum Einsatz. Am Unterlid wird entweder von der Bindehaut her gearbeitet oder ein Schnitt an der Wimpernkante angelegt. Bei der Ptosis-Operation wird der Lidhebermuskel über einen Schnitt in der natürlichen Lidfalte oder von der Innenseite des Lids her aufgesucht, gestrafft oder verkürzt und neu befestigt. Die Lidhöhe wird während des Eingriffs geprüft, damit beide Seiten möglichst gleich stehen. Anschließend wird der Schnitt mit einer feinen Naht verschlossen. Bei der Blepharoplastik am Oberlid wird entlang der Lidfalte ein Schnitt angelegt, über den überschüssige Haut und bei Bedarf etwas Fettgewebe entfernt werden. Der Lidhebermuskel wird dabei nicht verändert. Anschließend wird der Schnitt mit einer feinen Naht verschlossen. Am Unterlid wird ein Schnitt unterhalb der Wimpern oder an der Innenseite des Lids angelegt. Über diese Schnitte werden die Augensäcke entfernt. Bei Bedarf wird an den Muskeln in diesem Bereich gearbeitet, und der Schnitt wird vernäht. Lidstraffung

Nach der Lidoperation

Während der Heilung nach der Operation gibt es einiges zu beachten. In den ersten drei bis vier Tagen können Schwellung, Rötung und ein brennendes Gefühl auftreten. Diese Beschwerden sind in den ersten Tagen am deutlichsten und lassen innerhalb von 1-2 Wochen nach, während die Schwellung zurückgeht. Mit kalten Umschlägen nach dem Eingriff lässt sich die Schwellung gering halten. Die Nähte werden regelmäßig kontrolliert und der Verband gewechselt. Der Verband wird drei Tage nach dem Eingriff abgenommen. Die Fäden werden je nach Befund nach 5-10 Tagen gezogen. Alltägliche Tätigkeiten sind nach wenigen Tagen wieder möglich, gesellschaftliche Aktivitäten und Sport nach 1-2 Wochen. Die Narbe liegt in der Lidfalte und verblasst im Lauf der Monate. Wie jeder Eingriff bergen auch die Ptosis-Operation und die Blepharoplastik gewisse Risiken. Wird sie von erfahrenen Fachleuten durchgeführt, ist das Risiko sehr gering. Der Eingriff muss in einer sterilen Umgebung und von einer erfahrenen Ärztin oder einem erfahrenen Arzt durchgeführt werden. Die häufigsten natürlichen und vorübergehenden Nebenwirkungen sind Schwellung und Rötung des behandelten Bereichs. Wird die Wundpflege vernachlässigt oder kommt es zu einer Infektion, verläuft die Heilung schwieriger. Starke Blutungen oder Nebenwirkungen, die das Sehen gefährden, sind sehr seltene Ausnahmen. Nach einer Ptosis-Operation kann das Lid gelegentlich etwas zu hoch oder zu tief stehen; das lässt sich bei Bedarf korrigieren. In sorgfältigen und erfahrenen Händen verläuft der Eingriff in der Regel ohne Probleme. Er lässt sich zu jeder Jahreszeit durchführen. Danach sollte das Auge vor der Sonne geschützt werden. Nach einer Blepharoplastik kann die Haut mit den Jahren erneut erschlaffen; bei geringer Hautelastizität und in höherem Alter kann der Eingriff deshalb nach Jahren wiederholt werden.

Häufig gestellte Fragen

  1. 1

    Ist die Operation bei einem hängenden Augenlid aufwendig?

    Sie erfolgt meist unter örtlicher Betäubung und dauert ein bis zwei Stunden. In erfahrenen Händen ist sie ein sicherer Eingriff.
  2. 2

    Bleiben Narben zurück?

    Die Schnitte werden entlang der natürlichen Linien angelegt. Die Narbe liegt in der Lidfalte; in den ersten Wochen kann sie sichtbar sein und verblasst im Lauf der Monate.
  3. 3

    Wie lange dauert die Heilung?

    Schwellung und Blutergüsse sind in den ersten Tagen am deutlichsten und gehen innerhalb von 1-2 Wochen zurück. Alltägliche Tätigkeiten sind nach wenigen Tagen wieder möglich, gesellschaftliche Aktivitäten und Sport nach 1-2 Wochen.
  4. 4

    Ist ein erneuter Eingriff nötig?

    Je nach Alter und Hautbeschaffenheit kann er nach Jahren nötig werden.
  5. 5

    Wird der Eingriff auch bei Kindern durchgeführt?

    Ja. Bei einer angeborenen Ptosis wird meist bis zum Alter von 3-4 Jahren gewartet; verdeckt das Lid die Pupille und behindert es das Sehen, wird früher operiert, um einer Schwachsichtigkeit vorzubeugen. Was verursacht Stechen im Auge?

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Quellen

  1. 1.What Is Ptosis? · AAO, 2026
  2. 2.Blepharoptosis · EyeWiki (AAO), 2026
  3. 3.Congenital Blepharoptosis (Ptosis) · EyeWiki (AAO), 2026

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