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Symptome eines Netzhautrisses

Symptome eines Netzhautrisses
Augenkrankheiten

Symptome eines Netzhautrisses

Bei einem Netzhautriss entsteht eine Öffnung in der Netzhaut, aus der sich unbehandelt eine Netzhautablösung entwickeln kann. Das ist eine sehr ernste Augenerkrankung. Zu den Symptomen eines Netzhautrisses gehören plötzliche Mouches volantes, Lichtblitze und Verdunkelungen. Meist sind bei einem Riss keine Schmerzen zu spüren. Es treten jedoch ernste Probleme beim Sehen auf. Bei solchen Zeichen sollte ärztlicher Rat schnell eingeholt werden, bevor ein bleibender Schaden entsteht. Um einem Netzhautriss vorzubeugen oder ihn früh zu erkennen, sind regelmäßige ärztliche Kontrollen der beste Weg. So wird ein Befund früh erkannt und die Behandlung schnell geplant. Mit einer frühen Erkennung lässt sich einem Verlust des Sehens vorbeugen, bevor ein bleibender Schaden entsteht.

Wodurch entsteht ein Netzhautriss?

Eine der wichtigsten Ursachen für einen Netzhautriss ist die Kurzsichtigkeit. Bei einer starken Kurzsichtigkeit, also ab 6 Dioptrien, ist das Risiko hoch. Zudem kann er bei Menschen in höherem Alter entstehen, wenn sich der Aufbau der Flüssigkeit im Auge verändert. Auch wenn es mehrere Ursachen gibt, lässt sich manchmal nicht klären, wodurch ein Riss entstanden ist. Deshalb sollten für eine frühe Erkennung regelmäßig Untersuchungen erfolgen. Die Ursachen sind:
  • Bei einer starken Kurzsichtigkeit ab 6 Dioptrien kann er durch die dünnere Netzhaut entstehen.
  • Die Veränderung des gelartigen Glaskörpers in höherem Alter.
  • Verletzungen oder Stöße am Auge.
  • Bei Netzhautrissen in der Familie besteht meist eine Veranlagung. Das erhöht das Risiko.
  • Frühere Operationen oder ernste Augenerkrankungen.
  • Eine Schwächung des Netzhautgewebes durch bestimmte Erkrankungen.
  • Eine Abnahme der Flüssigkeit im Glaskörper oder ein Zug daran, sodass eine Spannung an der Netzhaut entsteht und Risse auftreten.
  • Infektionen am Augapfel.
  • Angelegte Besonderheiten im Aufbau des Augapfels.
  • In manchen Fällen entsteht ein Netzhautriss ohne erkennbaren Grund.
Netzhautriss

Wie wird ein Netzhautriss festgestellt?

Für die Diagnose wird zuerst die Krankengeschichte erhoben. Dabei werden frühere Erkrankungen, regelmäßig eingenommene Mittel und Augenerkrankungen in der Familie erfragt. Anschließend wird nach den Zeichen und den Beschwerden gefragt. Nach der Krankengeschichte werden Tropfen in die Augen gegeben. Damit wird die Pupille erweitert und das Auge für die Untersuchung vorbereitet. Anschließend werden das Innere und die Umgebung des Auges mit dem Mikroskop und verschiedenen Linsen beurteilt. Damit lässt sich ein Netzhautriss leicht feststellen. Auch bei regelmäßigen Kontrollen lässt er sich entdecken. Nach der Diagnose wird die Behandlung nach dem Befund geplant.

Wie wird ein Netzhautriss behandelt?

Bei der Planung der Behandlung kommt es darauf an, wie groß der Schaden am Auge ist. Mit dem Fortschritt der Technik gibt es heute mehrere Verfahren: Er kommt zum Einsatz, wenn nur ein Riss besteht. Mit der Laserbehandlung wird die Stelle des Risses versiegelt. Der Eingriff erfolgt ambulant, Patientinnen und Patienten gehen am selben Tag nach Hause. Sie kommt zum Einsatz, wenn sich aus dem Riss eine Netzhautablösung entwickelt hat. Dabei wird das klare, gelartige Gewebe, das den Augapfel füllt, entfernt, und an seine Stelle wird Gas (SF6 oder C3F8) oder Silikonöl als Tamponade eingebracht. Damit legt sich die Netzhaut wieder an. Neben dieser Behandlung lassen sich je nach Größe des Risses auch der Laser sowie Gas oder eine Silikontamponade einsetzen.
  • Eindellung der Sklera
Dies ist ein Verfahren, bei dem von außen am Auge gearbeitet wird. Unter der Bindehaut, die das Weiße des Auges bedeckt, werden dünne Bänder aus Silikon unter die Augenmuskeln gelegt. Damit legt sich die Netzhaut wieder an.

Häufig gestellte Fragen zum Netzhautriss

  1. 1

    In welcher Zeit sollte ein Netzhautriss behandelt werden?

    Ein Netzhautriss kann einen bleibenden Schaden am Auge hinterlassen. Deshalb sollte bei Sehproblemen und einem nachlassenden Sehen unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden. Die Behandlung sollte so bald wie möglich erfolgen. Wird sie verzögert, kann ein bleibender Verlust des Sehens entstehen.
  2. 2

    Lässt sich ein Netzhautriss vorher bemerken?

    Ein Netzhautriss ist vor dem Auftreten von Zeichen sehr schwer zu bemerken. Er zeigt sich bei einer ausführlichen und aufmerksamen Untersuchung des Auges. Treten Lichtblitze, schwarze Punkte oder Veränderungen des Sehens auf, sollte unbedingt sofort ärztlicher Rat eingeholt werden.
  3. 3

    Wie lässt sich das Risiko senken?

    Das Risiko ist bei Kurzsichtigen, bei Menschen mit Diabetes und bei einer Veranlagung in der Familie höher. Deshalb sollten diese Gruppen unbedingt regelmäßig zur Kontrolle gehen. Die Augen sollten vor Stößen geschützt werden. Bestehen Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck, sollten sie unbedingt im Griff bleiben.
  4. 4

    Lässt sich ein Netzhautriss mit dem Laser behandeln?

    Bei einem Netzhautriss ist eine Behandlung mit dem Laser möglich. Hat sich keine Netzhautablösung entwickelt, wird die Umgebung des Risses mit dem Laser verschlossen; ist eine Ablösung entstanden, ist eine Vitrektomie nötig. Die Laserbehandlung bringt bei Netzhautrissen ohne Ablösung meist in großem Maße gute Ergebnisse. Der Eingriff erfolgt ambulant, Patientinnen und Patienten gehen am selben Tag nach Hause. Netzhautriss
  5. 5

    Sind ein Netzhautriss und eine Netzhautablösung dasselbe?

    Nein. Ein Riss ist eine Öffnung in der Netzhaut. Bleibt er unbehandelt, kann sich die Netzhaut lösen, und es entsteht eine Ablösung.
  6. 6

    Verursacht ein Netzhautriss Schmerzen?

    Meist nicht. Im Vordergrund stehen Zeichen wie Mouches volantes, Lichtblitze und ein Vorhang im Blickfeld.
  7. 7

    Wer ist gefährdet?

    Stark Kurzsichtige, Menschen nach einer Verletzung, die Zeit nach einer Kataraktoperation, Menschen mit einer Gitterdegeneration und Menschen in höherem Alter.
  8. 8

    Kann er zur Erblindung führen?

    Wird die Behandlung verzögert, kann er zu einer Netzhautablösung fortschreiten, und der Verlust des Sehens kann bleiben. Mit einer frühen Behandlung sinkt dieses Risiko.
  9. 9

    Wie wird die Diagnose gestellt?

    Bei erweiterter Pupille erfolgt eine ausführliche Untersuchung des Augenhintergrunds, bei Bedarf mit OCT oder einem B-Scan-Ultraschall.
  10. 10

    Kommt bei jedem Riss der Laser zum Einsatz?

    Besteht keine Ablösung und liegt der Riss an einer geeigneten Stelle, lässt sich seine Umgebung mit dem Laser oder mit einer Kryopexie verschließen.
  11. 11

    Was ist eine Vitrektomie?

    Ein Eingriff, bei dem der Glaskörper entfernt und mit Gas oder Silikon eine Tamponade angelegt wird. Er kommt bei einer Netzhautablösung häufig zum Einsatz.
  12. 12

    Was ist eine Eindellung der Sklera?

    Mit einem Silikonband, das außen am Auge angebracht wird, wird die Netzhaut an die darunter liegende Schicht angenähert. In ausgewählten Fällen ist das wirksam.
  13. 13

    Kommt eine pneumatische Retinopexie infrage?

    Bei geeigneter Lage des Risses lässt sich Gas in das Auge geben und mit Laser oder Kryopexie behandeln.
  14. 14

    Wie verläuft die Heilung?

    Sie richtet sich nach dem Verfahren. Besteht eine Gastamponade, kann eine bestimmte Lage für eine Zeit nötig sein. Die Kontrollen sollten nicht ausgesetzt werden.
  15. 15

    Kann ein Riss wiederkehren?

    Ja, besonders wenn die Risikofaktoren bestehen bleiben, können neue Risse entstehen. Eine regelmäßige Kontrolle ist wichtig.
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    Geht er auf das andere Auge über?

    Dieselben Abläufe können auch am anderen Auge auftreten. Das zweite Auge sollte regelmäßig kontrolliert werden.
  17. 17

    Führt die Nutzung von Bildschirmen zu einem Riss?

    Unmittelbar nicht. Damit die Aufmerksamkeit für Zeichen nicht nachlässt, sollte jedoch auf die Augengesundheit geachtet werden.
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    Gibt es einen Zusammenhang mit Sport und Verletzungen?

    Bei Sportarten mit Stößen wird eine Schutzbrille empfohlen, eine Verletzung kann das Risiko für einen Riss erhöhen.

    Wie schützen wir unsere Augengesundheit?

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