
Was ist diabetische Retinopathie?
- Kudret Augen Istanbul
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- Medizinisch geprüft von Op. Dr. Mehmet Ali Özdil
Ursachen der diabetischen Retinopathie
Zu den Ursachen der diabetischen Retinopathie gehört der Diabetes selbst. Innerhalb von zehn Jahren nach der Diagnose steigt die Wahrscheinlichkeit einer Retinopathie. Bei jungen Menschen mit Typ-1-Diabetes, die auf Insulin angewiesen sind, ist die Wahrscheinlichkeit nach der Pubertät höher. Diabetes wird in verschiedene Formen unterteilt, etwa Typ 1, Typ 2 und Schwangerschaftsdiabetes. Sein wissenschaftlicher Name lautet Diabetes mellitus. Er entsteht, wenn die Bauchspeicheldrüse nicht genug Insulin herstellt oder der Körper das Insulin nicht richtig nutzen kann. Die Zuckermenge im Blut steigt, und es handelt sich um eine chronische Erkrankung. Während der Körper von Menschen ohne Diabetes die Nahrung normal verarbeitet, führt das bei Menschen mit Diabetes zu einem Anstieg des Blutzuckers.
Um den Energiebedarf des Körpers zu decken, werden Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate benötigt. Der wichtigste Teil dieser Nährstoffe ist Glukose, also Zucker. Das Blut bringt ihn zu jeder Zelle des Körpers, damit er als Energie genutzt werden kann. Glukose ist eine der wichtigsten Energiequellen des Körpers, allen voran für das Gehirn. Die Zellen nehmen die nötige Glukose mithilfe des Hormons Insulin auf, das die Bauchspeicheldrüse ausschüttet. Wird das Insulin nicht hergestellt oder kann der Körper es nicht richtig nutzen, steigt der Blutzucker.
Lebensweise und Ernährung haben großen Anteil an der Zunahme von Diabetes. Sich ausgewogen und regelmäßig zu ernähren ist wichtig, um der Erkrankung vorzubeugen. Durch den erhöhten Blutzucker können vor allem Sehprobleme auftreten, denn ein hoher Blutzucker kann die Nerven und die Sehnerven schädigen.
Zeichen der diabetischen Retinopathie
Die Zeichen der diabetischen Retinopathie unterscheiden sich je nach Schweregrad, denn die Erkrankung kann das Auge in unterschiedlichem Maß geschädigt haben. Menschen mit Diabetes sollten regelmäßig zur Augenuntersuchung gehen, damit der Schaden am Auge genau beurteilt werden kann. Durch die ausführliche Untersuchung werden der Schaden und der Zustand des Auges festgestellt. Augenerkrankungen, Katarakt und weitere Probleme treten bei Menschen mit Diabetes häufiger auf. Das bedeutet, dass sie öfter zur Kontrolle gehen und ausführlich untersucht werden sollten. Ernährung, Medikamente und regelmäßige Untersuchungen sind gleichermaßen wichtig. Im frühen Stadium verursacht die diabetische Retinopathie meist keine Beschwerden; deshalb sind regelmäßige Augenuntersuchungen auch ohne Beschwerden wichtig. Bei verschwommenem Sehen und ähnlichen Beschwerden sollten sich besonders Menschen mit Diabetes unbedingt untersuchen lassen. Zu den häufigsten Zeichen gehören:- Verschwommenes Sehen
- Mit der Zeit nachlassendes Sehen
- Im Gesichtsfeld umherschwimmende Formen und Punkte (Mouches volantes)
- Plötzlicher Sehverlust
- Schwierigkeiten beim Sehen in der Dunkelheit
Stadien der diabetischen Retinopathie
Die Stadien der diabetischen Retinopathie werden in drei Abschnitte unterteilt:- Stadium 1 (Hintergrundretinopathie): In diesem Stadium ist der Schaden an den Blutgefäßen der Netzhaut gering. An diesen Gefäßen haben sich jedoch kleine Mikroaneurysmen gebildet. Diese Befunde sind bei Menschen mit Diabetes sehr verbreitet. Sehverlust ist im frühen Stadium selten. Auch wenn keine Behandlung nötig ist, sollten Maßnahmen ergriffen werden, damit die weiteren Stadien nicht eintreten. Sind beide Augen betroffen, sinkt die Sehqualität stärker.
- Stadium 2 (Präproliferative Retinopathie): In diesem Abschnitt treten Schäden auf, die zu Blutungen in der Netzhaut und im Inneren des Auges führen können. Das Sehen wird dadurch stärker beeinträchtigt.
- Stadium 3 (Proliferative Retinopathie): In diesem Abschnitt bilden sich in der Netzhaut krankhafte neue Blutgefäße. Sie können zu schweren Blutungen führen, und die Netzhaut kann sich von ihrer Unterlage lösen, sodass eine Netzhautablösung entsteht. Ein Sehverlust ist in diesem Stadium sehr wahrscheinlich. Auch wenn sich das Sehvermögen nicht zurückholen lässt, ist das Ziel, das vorhandene Sehen zu erhalten.
Diagnose und Behandlung der diabetischen Retinopathie
Diagnose und Behandlung der diabetischen Retinopathie sind von großer Bedeutung. Wer die Diagnose Diabetes erhält, sollte sich regelmäßig augenärztlich untersuchen lassen. Dabei wird die Pupille erweitert und es werden zahlreiche Untersuchungen durchgeführt. Die Verfahren, mit denen festgestellt wird, ob eine diabetische Retinopathie vorliegt, sind sehr wichtig. Sie sind schmerzfrei. Wird eine diabetische Retinopathie festgestellt, lässt sich das Fortschreiten des Schadens durch frühe Behandlung aufhalten. Bleibt sie unbehandelt, kann es mit der Zeit sogar zur Erblindung kommen. Wird eine ausgeprägte Retinopathie oder ein diabetisches Makulaödem festgestellt, können Untersuchungen wie eine Fluoreszeinangiografie durchgeführt werden. Damit wird der Zustand der Blutgefäße im Auge bestimmt. Die vom Sehverlust betroffenen Bereiche und die blutenden Gefäße werden erkannt. Die diabetische Retinopathie lässt sich nicht vollständig heilen, doch mit früher Diagnose lässt sich eine Erblindung in den allermeisten Fällen verhindern. Deshalb ist es wichtig, sie früh zu erkennen und zu beobachten. Wird sie früh festgestellt, werden die Betroffenen laufend beobachtet und der Blutzucker sorgfältig eingestellt. Liegt keine Retinopathie vor, genügt meist eine augenärztliche Untersuchung einmal im Jahr; je weiter die Retinopathie fortgeschritten ist, desto häufiger sind Kontrollen nötig. Treten in fortgeschrittenen Stadien Verschlechterungen des Sehens auf, wird sofort mit der Behandlung begonnen. Um das Fortschreiten aufzuhalten, kommen folgende Verfahren zum Einsatz:- Laserbehandlungen
- Je nach Befund verschiedene operative Eingriffe
- Injektion von Medikamenten in das Auge



